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Heinrich Heine
Entstehung
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Buch der Lieder

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der abgelaufenen Periode zusammenzufassen und seine Lyrik, die bis-her in den verschiedenen Bänden zersplittert Mar, in einer Gesamt-ausgabe dem Publikum vorzulegen,Dieses Buch", meinte er,würde mein Hauptwerk sein und ein psychologisches Bild vonmir geben." Als letzter Sänger der Romantik wollte er sich denZeitgenossen verständlich machen. Der Plan einer Gesamtausgabetauchte im November 1826 zum ersten Male auf. Angeblich warenes die Freunde, die ihm den Gedanken eingaben und zu dem Unter-nehmen rieten; in Wirklichkeit stammte er wohl von Heine selber.Ihm lag sehr viel an der Ausführung. Er hoffte, daß seine Lieder-sammlung so populär wie die Goethes, Bürgers oder Uhlandswerden würde, und der stets Geldbedürftige war sogar bereit, imInteresse der Sache auf jedes Honorar zu verzichten. Schwierig-keiten mit den bisherigen Verlegern und noch größere Schwierig-keiten mit Campe, der sich keinen materiellen Erfolg versprach,verzögerten die Ausführung des Planes um ciu Jahr. Erst imOktober 1827 konnte dasBuch der Lieder" erscheinen. Es ent-hielt die ersten Gedichte unter dem neuen TitelJunge Leiden",dasLyrische Intermezzo", dieHeimkehr", die Lieder derHarz-reise" und die beiden ersten Abteilungen derNordsee". Also keineinziges neues Gedicht, wohl aber wurde manches alte fortgelassen,das durch Form oder Inhalt Bedenken erregte. Heine nahm weit-gehende Rücksicht auf das Publikum.Es ist nichts als einetugendhafte Ausgabe meiner Gedichte", spottete er. Trotzdem nahmer die Arbeit nicht leicht. Er feilte und änderte unermüdlich, undin den meisten Fällen mit Glück und Geschmack, so daß die Les-arten desBuches der Lieder" gewöhnlich besser sind als die derfrüheren Ausgaben. Das alles läßt darauf schließen, daß der Dichtersehr große Erwartungen auf das Werk setzte. Er schrieb zwar, daßes schnell, viel schneller als dieReisebilder" der Vergessenheit ver-fallen werde. Aber wenn er das auch fürchtete, so hoffte er jeden-falls auf einen besseren Erfolg. Der Anfang freilich schien seinenBefürchtungen und Campes Mißtrauen recht zu geben. Es dauerte zehnJahre, bis die erste Auflage von fünftausend Exemplaren erschöpft