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Heinrich Heine
Entstehung
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Harzrcise

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allem Schönen und Großen ist ihnen versagt. Wald, Flur undWiese bleiben ihnen stumm. Anders die Naturmenschen. Sie besitzenzwar nichts, dafür haben sie aber auch keine Sorgen, sie vertrauenauf Gott, der ihnen das Notwendige schon geben wird. In derNatur sind sie zu Hause, vor ihrem begeisterten Blick ist das großeBuch der Schöpfung aufgeschlagen, sie genießen Freuden, von denender Philister keine Ahnung hat. Sie sind glücklich mit nichts,während jener unglücklich bleibt, selbst wenn er alles hat. BeideKlassen verachten sich gegenseitig, denn was die eine schätzt, erscheintder andern als Tand. Der Philister sieht in dem Naturkind einenTräumer, der ein zweckloses Dasein führt, das Naturkind im Philistereinen trocknen Gesellen, der sein Leben einem lächerlichen Zweck opfert.

Die Helden der beiden Dichtungen, der Studiosus Helne ausGöttingen und der Taugenichts, sind selbstverständlich Naturkindermit dem ganzen Glücksgefühl eines solchen. Dem einen ist zumute,als wäre beständig Sonntag in seiner Brust, und den andern begleitet,sobald er den Fuß aus der Enge der Stadt setzt,schönes liebesSonntagswetter". Der Student hat wohl etwas mehr gelernt alsder Zolleinnehmer, er kann sich mit uns etwas gebildeter unter-halten, aber das macht nicht viel aus, denn das Wichtigste fürbeide ist ja, alles Erlernte, alles Anerzogene, kurz den ganzen Krims-krams, der das Leben der Philister ausfüllt, hinter sich zu lassen.So sagen beide der Philisterherrlichkeit ein spöttisches Lebewohlund ziehen in die Welt hinaus:

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,den schickt er in die weite Welt,dem will er seine Wunder weisenin Berg und Tal, in Wald und Feld.

Und Heines Motto lautet: Wenn frohe Jugend und schöneNatur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig." Das sindWorte, die der Taugenichts ebensogut wie der Student sagenkönnte. Beide wandern auf das Geratewohl in die blaue Ferne.Sie bummeln und ihr einziger Zweck ist, die Natur, das ihnenwahlverwandte Element, aufzusuchen und sich an ihren Schönheiten