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Heinrich Heine
Entstehung
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205
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Heimkehr

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er hat alles gesagt, was wir brauchen, um ihn zu verstehen, umseine Stimmung zu durchleben. Genau so bietet Nr. 29 ein ob-jektives, realistisches Bild, das gerade durch diesen Realismus dasstärkste Gefühl hervorruft:

Das ist ein schlechtes Wetter,es regnet nnd stürmt nnd schneit:ich sitze am Fenster und schauehinaus in die Dunkelheit.

Da schimmert ein einsames Lichtchen,das wandelt langsam fort;ein Mütterchen mit dem Laternchenwankt über die Straße dort.

Ich glaube, Mehl und Eierund Butter kaufte sie ein;sie will einen Kuchen backenfürs große Töchterlein.

Die liegt zu Haus im Lehnstuhl,nnd blinzelt schläfrig ins Licht;die goldnen Locken wallenüber das süße Gesicht.

Der Realismus hat den Stil der gesamte» Heimkehrlieder be-einflußt. Keine Gedichtsammlung Heines ist so arm an Englein,Nachtigallen, Mondschein, Rosen und Lilien, und wo dieser lyrischeAllerweltsapparat Verwendung findet, geschieht es zumeist in Liedernaus einer früheren Periode. Die blumenreiche Sprache verschwindet,der Dichter sieht jetzt die Gegenstände plastisch vor sich und erbraucht keine oder wenig Vergleiche, um sie deutlich zu machen.Er schaut wie Goethe, nur mit dem Unterschied, daß er realistisch-induktiv verfährt, daß er zunächst nicht das Gesanitbild ergreift,fondern erst die Einzelheiten, um aus ihnen das Gesamtbild auf-zubauen. Seine Sprache nähert sich scheinbar der Prosa. Er bevor-zugt wie auch schon früher den unreinen oder banalen Reim, derweniger stark in das Ohr fällt und ein ruhiges Jneinandergleitender Verse, ein Verschwimmen des einen in den nächsten ermöglicht.Fallender und steigender Rhythmus wechselt, die Regelmäßigkeit