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Heinrich Heine
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VIII, Die ersten Reisebilder

neuen Poesie, Es beginnt noch im alten Stil mit dem Gegensatzzwischen der Traurigkeit des Dichters und der Lustigkeit des Mais,dann aber geht es in eine minutiöse Beschreibung der Umwelt über:

Da drunten fließt der blaueStadtgraben in stiller Ruh';ein Knabe fährt im Kahne,und angelt und Pfeift dazu,

Jenseits erheben sich freundlich,in winziger, bunter Gestalt,

Lusthäuser und Gärten und Menschen,und Ochsen und Wiesen und Wald,

Die Mägde bleichen Wäsche,und springen im Gras herum:das Mühlrad stäubt Diamanten,ich höre sein fernes Gesumm'.

Im alten grauen Turmeein Schilderhäuschen steht;ein rotgeröckter Burschedort ans und nieder geht.

Erst im letzten Vers mit dem Wunsche, von dem roten Soldatentotgeschossen zu werden, fällt der Dichter in den alten Stil zurück.Genau so ist das sechste Gedicht gehalten. Die Begegnung mit derFamilie der Geliebten wird wie in Prosa erzählt. Man trifft sich,man erkundigt sich nach dem gegenseitigen Befinden, keine Einzel-heit wird übergangen und erst in der letzten Zeile drängt sich dassubjektive Gefühl hervor. Es wirkt störend in dem neuen Stil, undHeine hat das empfunden und läßt in den anderen Gedichten dieserArt nur die objektive Darstellung als solche wirken. Das fünfteGedicht enthält eine Schilderung des einsamen Jägerhauses undseiner Insassen, Nr, 28 des stillen Pfarrhauses und der Familiedes toten Predigers, ohne daß der Dichter dazu Stellung nimmtoder auch nur in Person hervortritt. Im siebenten Gedicht sitzendie Leute des Abends vor deni Fischerhause. Sie blicken aufs Meerhinaus, sie schwatzen, sie erzählen sich, bis die Dunkelheit herein-bricht und alles still wird. Weiter sagt der Dichter nichts, aber