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Heinrich Heine
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199
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Heimkehr

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die Geliebte sehe (26). Eine entzückende Parodie dieser verspätetenTranmpoesie ist Nr. 66, wo dem Dichter träumt, er sei der liebeGott selber und traktiere in seiner Allmacht die Stadt Berlin mitAustern und Rheinweim Wer diese Perle des Humors schuf, konntedie eignen Liebesträume nicht mehr ernst nehmen, und es bleibterstaunlich, daß ein Dichter, der diese Höhe erreicht hat, sentimentaleFadheiten durchließ, die allenfalls den „Jungen Leiden" Ehre ge-macht hätten. Man denke an die „einsame Träne" mit „ihrenviel leuchtenden Schwestern" in Nr. 27 oder an das 14. Gedicht,dessen stimmungsvolle Anfangsverse durch die sinnlosen beiden letztenins Groteske verzerrt werden:

Ich sah sie fallen auf deine Hand,und bin aufs Knie gesunken;ich Hab' von deiner weißen Handdie Tränen fortgetrunkcü.

Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib,die Seele stirbt vor Sehnen; —mich hat das unglücksel'ge Weibvergiftet mit ihren Tränen.

Daneben' stehen Gedichte, die den besten des „Lyrischen Inter-mezzo" gleichen, ja diese noch übertreffen. Dazu gehört, um einigeBeispiele anzuführen, Nr. 2 die „Lorelei", Nr. 7 „Wir saßen amFischerhause", Nr. 49 „Du bist wie eine Blume", Nr. 51 „Magda draußen Schnee sich türmen" oder das wehmütig verklingende87. Gedicht:

Der Tod, das ist die kühle Nacht,das Leben ist der schwüle Tag.

Es dunkelt schon, mich schläfert,der Tag hat mich müd' gemacht.

Über mein Bett erhebt sich ein Baum,drin singt die junge Nachtigall;sie singt von lauter Liebe,ich hör' es sogar im Traum.

Diese Gedichte sind heute Eigentum des gesamten Volkes. JedesWort des Lobes ist überflüssig, sie sprechen die Empfindung in der ein-fachsten und daher vollkommensten Weise ans. Auch einzelne der