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VIII, Die ersten Reisebilder
Er erreicht seinen Höhepunkt in dem 46. Gedicht mit einerbeinahe Goetheschen Klangfarbe:
Herz, mein Herz, sei nicht beklolnmen,und ertrage dein Geschick,
Neuer Frühling gibt zurück,was der Winter dir genommen.
Und wie viel ist dir geblieben,und wie schön ist noch die Welt!
Und mein Herz, was dir gefällt,alles, alles darfst du lieben!
und fällt dann)) wieder zu dem verzweifelten Schlüsse ab:
„Sag, wo ist dein schönes Liebchen,das du einst so schön besungen,als die zaubermächt'gen Flammenwunderbar dein Herz durchdrungen?"
Jene Flammen sind erloschen,und mein Herz ist kalt und trübe,und dies Büchlein ist die Urnemit der Asche meiner Liebe,
Aber dieser Gedanke durchdringt nicht den gesamten Zyklus,sondern bildet nur den Rahmen, der es dem Dichter ermöglicht,Gedichte der verschiedensten Perioden und Stimmungen zusammen-zufassen. In der „Heimkehr" zeigt sich bald der Heine der „JungenLeiden", bald der des „Intermezzo" und bald ein neuer Heine,der seinen eignen Gefühlen spöttisch und ablehnend gegenübersteht,der Heine, dem die Liebe, nachdem er aus ihrem Paradies ver-trieben war, nach seinen eignen Worten zum Handwerk wurdeund der später erklärte: „Ich kann meine eignen Schmerzen nichterzählen, ohne daß die Sache komisch wird." Erstaunlich wirkt derRückfall in die Jugendpoesie der „Traumbilder". Dem Dichterträumt wieder (Nr. 22), daß die Geliebte von einem siedelnden,tänzelnden, klappernden Gerippe aus der Kammer gelockt werde,daß er den eignen) Doppelgänger im Stile des verstorbenenE. Th. A. Hoffmann vor ihrem Fenster erblicke (20) oder daß erin „eigner blasser Gestalt, beleuchtet vom Mondenschein" im Traum