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Heinrich Heine
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Aufgabe der Advokatur

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jammert über dasverdammte Hamburg", um unvermittelt an dieKlagen die Bemerkung zu schließen, daß es ihm auf demklassischenBoden seiner Liebe" ausnehmend gut gefalle, oder daß es mitihm viel besser stehe, als er selber wisse. Es ist möglich, daß ihmin solchen Fällen Therese Hoffnungen machte, denn im Gegensatzzu ihrer älteren Schwester Amalie scheint sie der Werbung desVetters ein offenes Ohr geliehen zu haben. Sie war nicht un-empfänglich für die Neigung des gereiften Mannes und hatte, wennauch kein Verständnis, so doch Sinn für die Huldigung einesDichters, der in ganz Deutschland anerkannt war. Es kann sein,daß Heine gerade aus diesem Grunde darauf bedacht war,fürseinen Ruhm zu sorgen", dessen er damals nach einem Brief anVarnhageu mehr als sonst bedurfte. Vielleicht um auf die Phantasieder jugendlichen Cousine zu wirken, vielleicht auch um auf denOnkel Eindruck zu machen. Über Vermutungen werden wir nichthinauskoinmen. Heine hat über seine zweite Liebe noch strengergeschwiegen als über die erste, und alle seine Angehörigen habenwenigstens in diesem einen Punkt ganz in seinem Sinne gehandeltund haben den Mund gehalten. Es fehlt uns jede Unterlage, dieseLiebe psychologisch zu zergliedern und ihren Einfluß auf das Lebendes Dichters abzuschätzen.

Selbst wenn wir sie ganz aus dem Spiel lassen, war seineLage in Hamburg unerfreulich genug. Auf den Beruf hatte er ver-zichtet, eigene Einnahmen besaß er nicht, er war also wieder aufdie Mildtätigkeit des reichen Onkels angewiesen. Für einen Mann vonbeinahe dreißig Jahren gewiß eine peinliche Situation, die nochdadurch erschwert wurde, daß man den Millionär von allen Seitengegen ihn aufhetzte. Bald lag ihm der Schwiegersohn Oppenheim,bald der Neffe Embden, bald der befreundete Zuckermakler Cohenin den Ohren, daß Heinrich ein verlorner Mensch sei, ein wüstesLeben führe, das Geld verspiele und nichts arbeite. Heine hattenicht unrecht, wenn er später über die Villa in Ottensen schrieb:In diesem Hause herrschte von jeher eine aria oattivu, die meinenguten Leumund verpestete. Alles Gewürm, was an meinem guten