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VII, Abschluß des Studiunis
sich herbei, ihm 100 Louisd'or zur Beendigung seines Studiumsfür das Jahr 1824 zu bewilligen. Der Neffe freilich stellte dieSache so dar, als ob er sich herabließe, diesen Betrag, aber keines-falls mehr, anzunehmen, weil er ihn in seinen Zukunstsplänenschon in Rechnung gestellt habe. Er erklärte, daß der Onkel vorallen weiteren Ansprüchen sicher sein könne, eine Drohung, dieSalomon Heine sicher nicht sehr erschütterte. Sie wurde natürlichnicht ausgeführt, den stolzen Worten folgten keine Taten, und dadie Frist für das Studium nicht ausreichte, so mußte es sich derDichter schon nach einem Jahr gefallen lassen, daß auch dasStipendium verlängert wurde.
Die letzten Monate in Lüneburg verbrachte er, wie er nach-träglich bemerkte, in recht angenehmer Weise. Er „ochste" Pandektenund dichtete die Lieder der „Heimkehr". Am 30. Januar wurde erzum zweitennial in Göttingen immatrikuliert, etwa zwei Jahre,nachdem er die Stadt als relegierter Student verlassen hatte. Selbst-verständlich fand er den kleinen Ort wieder entsetzlich langweiligund ebenso langweilig und geisttötend erschien ihm das juristischeStudium, dem er sich nun mit Eifer widmen mußte. Eine Wissen-schaft, die man erlernt und nicht ergreift, kann nicht anziehen. Heinewar nur bemüht, sich das für das Examen notwendige Material an-zueignen, aber es spricht doch für sein Interesse an der Jurisprudenz,daß er in Berlin ein historisches Staatsrecht, in Göttingen eine Ab-handlung über die Todesstrafe schrieb oder zu schreiben gedachte.Der Geist des Rechts interessierte ihn, sein lückenhaftes Studiumverhinderte ihn aber, diesen Geist, der sich gerade im Zivilrechtam klarsten ausspricht, zu erfassen. Seine Professoren freilich ahntenvon dem Geist auch nur wenig. Meister und Bauer waren trockenePedanten, ihr Kollege Hugo überragte sie an Bedeutung, aber ausnicht ersichtlichen Gründen hielt Heine ihn für seinen persönlichenFeind und zitterte davor, daß er Dekan und Präsident der Prüfungs-kommission werden könne. Im Verkehr hat er mit keinem derJuristen gestanden, wohl aber nahm er den Umgang mit dem hoch-geschätzten Sartorius wieder auf, und Eichhorn lud ihn sogar zur