Solomon Heines Hilfe
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das Schicksal gegen deutsche Poeten seine bösen Nucken selten un-geübt läßt." Das kann nach der ganzen Sachlage nur bedeuten,daß Solomon Heine die Sorge für die Familie seines mittellosenBruders und für die Zukunft seiner bei ihm weilenden Kinderübernommen hatte. Samson war aus Düsseldorf fortgezogen, weilsich sein Geschäft von der Krisis nach dem Krieg nicht erholen undihn und die Seinen nicht ernähren konnte. Er siedelte nach Oldesloeüber, sicher nicht, um sich in dem holsteinischen Flecken zur Ruhezu setzen, sondern um von dort aus vermutlich nach Instruktionseines reichen Bruders in dem benachbarten Hamburg einen neuenHandel anzufangen. Sowohl der Dichter als seine sonst so ge-schwätzigen Brüder schweigen sich über diese Episode aus, d. h. siezogen vor, nichts darüber zu berichten. Sehr rühmlich kann sie nichtgewesen sein. Samsons Erwartungen erfüllten sich nicht, und schonnach wenigen Monaten hielt er es für besser, Oldesloe zu verlassen.Da griff sein Bruder Solomon helfend ein. Daß er den mittellosen,vielleicht sogar bankerotten Verwandten nicht in Hamburg habenwollte, ist begreiflich. Er brachte ihn in Lüneburg unter, nahegenug, um stets ein wachsames Auge über der unzuverlässigen Ge-sellschaft zu haben, und doch wieder so weit von Hamburg, daßdie Familie, mit der leine Ehre einzulegen war, ihn nicht störte.Der reiche Mann fuhr selber in seinem eleganten Vierspänner nachLüneburg, um eine passende Wohnung für den Bruder zu suchen.Er versprach wohl auch in der gnädigen Laune, in der er sich da-mals befand, für die beiden jüngeren Söhne Gustav und Max zusorgen, denn ohne diese Sicherheit hätte der eine nicht studierenkönnen, und er ermöglichte wohl auch die Heirat der Tochter Char-lotte, indem er ihr eine Mitgift bestellte, ohne die sie, wie damalsdie jüdische Auffassung war, niemals einen Mann gefunden hätte.
Der Dichter durfte sich also Hoffnung machen, daß der Onkelauch etwas für ihn tun würde. Berlin verließ er nicht ungern,aber kaum daß er Lüneburg betreten hatte, klagte er über diese „Haupt-stadt der Langweile" und sehnte sich nach der Residenz zurück. Ergehörte in seiner Jugend zu den unglücklichen Naturen, die das