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V, Erste Dichtungen
seines Elends verdarb. An anderen Stellen wird es noch schlimmer,und die Schilderung des Schmerzes schlägt in unfreiwillige Komikum, so in dem „Armen Peter", in dem Schlußvers der „Botschaft",in der „Fensterschau" und der Romanze vom „Wunden Ritter".
Als treulos muß er verachtendie eigne Herzliebste sein,als schimpflich muß er betrachtendie eigne Liebespcin.
Da würden wohl alle schweigen,nur nicht sein eigener Schmerz;da müßt' er die Lanze neigenWiders eigne klagende Herz.
Das sind Verse, die man, ohne nur ein Wort daran zu ändern,in eine Parodie aufnehmen könnte. Das Unglück des Dichterskennt keine Grenzen, und dieses Unglück ist in den Liedern seineLiebe, die er am liebsten in einen Sarg packen möchte. Baldtritt sie als wahnsinnige Begierde auf, bald als entsagungs-voller Verzicht auf die Unerreichbare, bald schreibt er mit demBlut, das aus seinem Leibe bricht, seine Schmerzen nieder, baldklagt er demütig:
Hütt' ich dich doch nie gesehen,schöne Herzenskönigin!
Nimmer war' es dann geschehen,daß ich jetzt so elend bin.
Nie wollt' ich dein Herze rühren,
Liebe Hab' ich nie erfleht;nur ein stilles Leben führenwollt' ich, wo dein Odem weht.
Byron könnte sich nicht leidenschaftlicher, Uhland nicht bescheidenergebärden. Dazwischen kommen Anklagen gegen die Geliebte, er machtihr die bittersten Vorwürfe, überhäuft sie mit seinem Hohn, denktan Selbstmord und gesteht, daß er nicht mehr weinen könne, unddaß sein krankes Herz breche. Er hat auch Grund. Denn die Bösehat ihn verraten, zieht ihm einen andern vor und heiratet diesen;sie nickt freundlich, lächelt fromm und mild, aber dieses Lächeln