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Heinrich Heine
Entstehung
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IV. In der Hauptstadt

Fall ist, soll immer auf meinem Halsband stehen: ck'appartionsä iVlaäams VarnliaZsn." Und nach der Trennung, als er Berlinmit dem unerfreulichen Lüneburg vertauscht hatte, schrieb er anRahels Mann:Es ist ganz natürlich, daß ich den größten Teildes Tages an Sie und Ihre Frau denke, und mir immer lebendigvorschwebt, wie Sie beide mir so viel Gutes und Liebes erzeigt,und mich mürrischen, kranken Mann aufgeheitert, und gestärkt, undgehobelt, und durch Rat und Tat unterstützt, und mit Makaroniund Geistesspeise erquickt. Ich habe so wenig wahre Güte im Lebengefunden, und bin soviel schon mystifiziert worden, und habe erstvon Ihnen und Ihrer großherzigen Frau eine ganz menschliche Be-handlung erfahren." Dieser Enthusiasmus ist begreiflich, es war daserste Mal, daß Heine in einen Kreis von hochkultivierten Menschentrat, von Menschen, die sich jenseits des Gemeinen im Reich desGeistes und der Schönheit ein Leben geschaffen hatten. Die Be-geisterung, mit der er sich ihnen anschloß, straft am besten seine eigenespätere Klage Lügen, daß er von Natur bestimmt war, nur dasGemeinste und Verächtlichste zu lieben. Es ist zu bedauern, daß erRahels Umgang zu früh entzogen wurde; es wäre sonst vielleichtmanches anders und besser geworden.

Nur in einem versagte ihr Einfluß, ihre Goethebewuuderungkonnte sie nicht auf Heine übertragen. Er las zwar auf ihre Ver-anlassung Goethe und schrieb ihr 1823 mit Stolz, er habe bisauf Kleinigkeiten alles gelesen und sei nunkein blinder Heide mehr,sondern ein sehender", aber unter diesen Kleinigkeiten befand sichauch derWerther", der ihm offenbar noch im nächsten Jahrefremd war, und wenn sein abschließendes Urteil lautete:Goethegefällt mir sehr gut", so wird diese Anerkennung Rahels Erwartungennicht genügt haben. Sie zeigt auch, daß der Dichter kein inneresVerhältnis zu Goethe besaß. Wir wissen, daß er ihn 1820 mitSchlegel in eine Reihe stellte. Dieser Schätzung huldigte er inBerlin nicht mehr, denn mit der Abreise von Bonn verschwindetauch der Name seines damaligen Meisters aus seinen Briefen undSchriften. Heine besaß im Gegensatz zu anderen Autoren zumeist ein