Berliner Verkehr
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Sein Ruf, der bald durch das Erscheinen seiner ersten Gedicht-sammlungen bestätigt wurde, brachte ihn in Verbindung mit demliterarischen Berlin. Daff sich ihm die jüdischen Autoren wieMichael Beer, der Bruder des Komponisten Meyerbeer und Ver-fasser des schon erwähnten „Paria", und Ludwig Robert, derDichter der „Macht der Verhältnisse", näherten, war selbstverständlich,aber auch mit Chamisso, mit Fouquo, dem Erzähler der „Undine",mit Willibald Alexis (Hering), Hitzig, Schleiermacher und demgroßen Sprachforscher Franz Bopp hat er in mehr oder wenigerfreundlichem Verkehr gestanden, ebenso mit den zahlreichen Schrift-stellerinnen des damaligen Berlin, Amalie von Helwig, Herminevon Chezy, Fanny Tarnow u. a. m. Die schöne Frau RobertsFriederike machte sogar einen tiefen Eindruck auf Heine. Er hatsie in dem erst viel später veröffentlichten Sonettenzyklus „Friederike"<1, 254ff.) im besten Schlegelstil gefeiert, besonders in dem hübschenersten Gedicht:
Verlaß Berlin, mit seinem dicken Sande,und dünnen Tee, und llberwitz'gen Leuten,die Gott und Welt, und was sie selbst bedeuten,begriffen längst mit Hegelschem Verstände.
Komm mit nach Indien, nach dem Sonnenlande,wo Ambrablüten ihren Duft verbreiten,die Pilgerscharen nach dem Ganges schreiten,andächtig und im weißen Festgewande.
Dort, wo die Palmen Wehn, die Wellen blinken,am hcil'gen Ufer Lotosblumen ragenempor zu Jndras Burg, der ewig blauen;
Dort will ich gläubig vor dir niedersinken,und deine Füße drücken, und dir sagen:
Madame! Sie sind die schönste aller Frauen!
Aber die Angesungene dachte gar nicht daran, diesem lockenden Rufzu folgen. Sie liebte ihren Mann, und der Dichter hat sich vonAnfang an keine Hoffnungen gemacht, daß er mehr als ein freund-liches Lächeln der kalten Schönheit erreichen würde.
In zwei Häusern ist Heine hauptsächlich mit dieser literarischen