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Heinrich Heine
Entstehung
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Studciitenlcben

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wieder hörte er nur Kollegien, die seiner allgemeinen Ausbildung,nicht seinem juristischen Studium dienten, und wenn er in dieserZeit Zukunftsplüne machte, so lagen sie außerhalb der Jurisprudenz.Er dachte daran, Redakteur und Herausgeber einer Zeitschrift zuwerden, er hoffte auf eine Professur in der philosophischen Fakultät,er wollte sich als Schriftsteller am Rhein niederlassen, oder wenndas nicht glückte, nach Paris gehen und sogar in die französischeDiplomatie eintreten. Es sind jugendlich unbestimmte Pläne,- abersie beweisen, daß der Dichter innerlich schon mit der Jurisprudenzgebrochen hatte. Er arbeitete zwar in Berlin an einemhistorischenStaatsrecht des germanischen Mittelalters", das nach seiner eigenenAussage der Vollendung nahe war. Aber wenn diese Angabe richtigist, so beruhte das Werk wohl auf dem Einfluß Sartorius' undwar sicher mehr geschichtlich als juristisch, da dem Verfasser nochalle Rechtskenntnisse fehlten. Auch Verkehr mit Studenten unter-hielt er nur noch spärlich. Zwar wurde er nochmals in einenakademischen Ehrenhandel verwickelt, weil er ein höheres SemesteralsFuchs" angeredet hatte, aber das Duell, das nach dieserschweren Beleidigung unvermeidlich war, verlief unblutig, weil wederer noch der blutdürstige Gegner das Rapier zu handhaben wußten.Diese Kindereien waren gewiß nicht geeignet, ihn dem akademischenLeben wieder zuzuführen. Bier und Tabak wurden ihm immerpeinlicher. In dem geräuschvollen Treiben der Großstadt zeigtensich die ersten Spuren seiner erschütterten Gesundheit. Der Füuf-undzanzigjährige klagt beständig über Kopfschmerzen, tagelang kanner keinen Menschen sehen und keine Feder anrühren. Auch Angst-gefühle stellen sich gelegentlich ein und wechseln mit Depressionen,besonders in Zeiten von Geldmangel, aber es sind noch vorüber-gehende Zustände, die durch die Hoffnungsseligkeit der Jugend über-wunden werden.

Die bedeutenden Rechtslehrer der Berliner Universität sind ihm,zum mindesten persönlich durchweg fremd geblieben, von allenProfessoren stand er nur mit dem Philosophen Hegel in Verkehr.Seine Vorlesungen wurden damals nicht nur von Studenten, sondern