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Heinrich Heine
Entstehung
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Stellung zur Romantik

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meint er, die wahre Romantik sei keinGemengsel von spanischemSchmelz, schottischen Nebeln und italienischem Geklinge", sondernebenso plastisch und gegenständlich wie die klassische Richtung. Siebrauche keine Ritter und Pfaffen, und deshalb solledie deutsche Musewieder ein freies, blühendes, nnaffektiertes, ehrliches, deutsches Mädchensein, und kein schmachtendes Nönnchen und kein ahnenstolzes Ritter-fräulein". Goethe und Schlegel werden als unsere beiden größtenRomantiker und zu gleicher Zeit die größten Plastiker gepriesen, wieüberhaupt der ganze, mit einem Schlegelschen Motto gezierte Aufsatzzur Verherrlichung von Heines Lehrer Verfaßtist. Er wurde im Sommer1820 geschrieben und ist bezeichnend für die damalige Auffassungdes jungen Dichters, aber auch ein Beweis seiner Unselbständigkeitund Abhängigkeit von Schlegel. Selbst die Forderung gegen-ständlicher Darstellung ist nur die Wiederholung seiner Theorie,und wenn Heine diese Plastik in einer Elegie seines Meisters ver-wirklicht findet, so zeigt dieses Beispiel, daß er sich etwas Eignesnicht dabei gedacht hat.

Die romantische Schulmeinung paßte sich der bisherigen Byron-stimmung des jungen Dichters durchaus an. Sie verbanden unddurchdrangen sich um so leichter in seiner Vorstellung, als seinehoher Meister" in sehr schmeichelhafter Weise für seinen Schülereine Charakterähnlichkeit zwischen diesem und dem englischen Dichterentdeckt hatte. Auch Schlegel kannte nur den Byron der Legende,der ja selbst ein Erzeugnis der Romantik war. Er ahnte nicht,daß der Lord ein Mann der Tat und durch und durch politischwar, daß seine Dichtungen nach dem treffenden Ausdruck Goethesnur Verhalteue Parlameutsreden waren, und sah statt dessen einenByron, dessen souveräne Willkür sich zur ungeheuersten Poesie ge-staltete, der England, das Land des praktischen Nutzens, floh, umauf den Stätten der Vergangenheit, in Spanien, Italien, Griechen-land die Kunst zu finden, der endlich mit der Welt zerfallen war,weil sie seinen Träumen nicht glich. Diesem Byron fühlten sich dieRomantiker wesensverwandt, Byronstimmung und Romantik flössenineinander und führten unfern Dichter zur Tragödie. Vermutlich