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Heinrich Heine
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Die Romantik

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habe. Das ist die berühmte romantische Ironie, sie stießt unmittelbaraus der Stellung des Dichters über seinem Werk und ist imletzten Ende der Ausdruck einer seelischen Verfassung, die nichtskennt als ihre eigenen Launen. Das entsprach dem SchlegelschenProgramm, die Auflösung aller festen Formen war damit erreicht,das völlige Aufgehen in der Stimmung erzielt. Selbst das Worterschien nun schon zu rauh für das von aller Gegenständlichkeitbefreite Gefühl, es bedurfte des Tones. „Süße Liebe denkt inTönen, denn Gedanken stehn zu fern", heißt es bei Tieck. AlleRomantiker find begeisterte Verehrer der Musik, selbst in ihrenGedichten suchen sie vielfach nur durch den Klang zu wirken, dennMusik ist das unmittelbare Gefühl selbst, die Kunst, die amwenigsten mit irdischem Stoff belastet ist, und daher die Kunst derKünste. Es bedurfte nur noch der Philosophie Schopenhauers, umdurch die Musik in das Nirwana der Tonwelt zu gelangen, in die„höchste Lust" der „Trunken- und Versunkenheit" Richard Wagners.

So stand der Romantiker am Ende der Bewegung mit seinemsouveränen Ich allein in einer zwecklosen Welt, an der ihn nichtsinteressierte. Die trostloseste Langeweile wurde ihm zum Lebens-gefühl, die gelegentlich durch eine aufblitzende Eingebung seineseigenen Genius unterbrochen wurde. „Die Welt ist Kot!" riefLeopardi aus, aber was noch schlimmer war, in den meisten dieserLeute rief die Welt keine heftige Empörung hervor, sondern sieließ sie völlig gleichgültig. Sie versinken wie Friedrich Schlegel undGentz in Blasiertheit und Indifferenz, und das einzige Interesse,das ihnen bleibt, ist die Sorge um den täglichen Mittagstisch. Eswar Zeit, daß die alleinseligmachende Kirche sie in ihren Schoßaufnahm, denn nur ihre Mystik konnte diesen armen Geschöpfennoch einen Halt in ihrem selbstzerstörten Leben gewähren. Gentzwurde der Gehilfe Metternichs; um mit ihm die Religion nichtooinins koi mais aornras 1c>i, nicht als Glaube, sondern alsMacht wieder herzustellen, auch Friedrich Schlegel fand ein Obdachin der Stadt der Phäaken, die ihm die beste Küche, die größteFrömmigkeit und die Ruhe gewährte, die seine erschöpften Nerven