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II. Im Kaufmamlsstand
andersgearteten Geistesrichtung damals vorzügliche Dienste leistenkönnen. Er war der erste Literat, ja der erste Mann von Be-deutung, der in den Gesichtskreis des jungen Heine trat, der seit demAbgang von dem Lyzeum jeden Znsammenhang mit dem geistigenLeben der Nation verloren hatte. Die Bekanntschaft mit einemIdealisten und guten Menschen wie Börne hätte dem Anfänger vielnützen und den Aufenthalt in Frankfurt wertvoll machen können.So lebte die Stadt in seiner Erinnerung nur als ein verfluchtesKrämernest, und als die Frankfurter 1821 daran dachten, ihremgrößten Sohne ein Denkmal zu setzen, benutzte Heine die Gelegen-heit, um den Handelsleuten seine ganze Verachtung auszusprechen:„Zur Meßzeit wird der fremde Krämer schauen", —so denken sie, — „daß wir des Manns Genossen,daß unseren Miste solche Blum' entsprossen,und blindlings wird man uns im Handel trauen."
O, laßt dem Dichter seine Lorbeerreiser,ihr Handelsherrn! Behaltet euer Geld.
Ein Denkmal hat sich Goethe selbst gesetzt.
Im Windelschmutz war er euch nah'; doch jetzttrennt euch von Goethe eine ganze Welt,euch, die ein Flüßlein trennt vom Sachsenhäuser. (II, 162.)
In Düsseldorf war natürlich guter Rat teuer, als der verloreneSohn nach seinem Frankfurter Mißerfolg heimkehrte. Den Plan,ihn zum Kaufmann zu machen, gab man zwar nicht auf, vermut-lich weil die Mittel zu einem andern Berufe fehlten, aber Samsonund Betty Heine konnten allein mit dem aus der Art geschlagenenHarry nicht fertig werden. Sie setzten sich mit dem großen Mannder Familie, dem bewunderten Schwager und Millionär Solomonin Hamburg, in Verbindung und dieser entschloß sich — offenbarnach längerem Hin und Her, denn es wurde Sommer 1816, ehedie Abreise erfolgte —, den Neffen zu sich zu nehmen. Eine grund-sätzliche Abneigung gegen den kanfmännischen Beruf empfand derDichter damals noch nicht und so folgte er bereitwillig dem Rufnach Hamburg. Der Reichtum des Onkels und die großen Ver-hältnisse, in denen er lebte, imponierten ihm. Sicher hatte er viel