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Heinrich Heine
Entstehung
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Frankfurt

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bis zu semem Eintreffen in Hamburg von dem Dichter offenbarabsichtlich in einem Dunkel gehalten ist, das heute nicht mehr auf-geklärt werden kann.

Die Lage der Juden in Frankfurt war im Gegensatz zu der inDüsseldorf und in der preußischen Monarchie überhaupt sehr un-günstig. Sie hatten 1810, als Napoleons Stern im Zenith stand,mit dem damaligen Souverän der Stadt, dem Fürsten Primas vonDalberg, einen Vertrag geschlossen, der ihnen gegen die einmaligeZahlung von 450000 Goldgulden das volle Bürgerrecht gewährte.Als wenige Jahre darauf durch den Sieg der Verbündeten dieFreiheit der alten Reichsstadt wiederhergestellt wurde, erkannte derSenat den Vertrag nicht an. Er war zwar bereit, die Gulden zubehalten, entzog aber den Juden die teuer erkauften Rechte. Siewurden wieder in das Judenviertel eingesperrt, von den öffentlichenPromenaden ausgeschlossen und den alten entwürdigenden Be-schränkungen in Berufswahl und Ehenschließung unterworfen.

Heine hat später in dem Fragment desRabbi von Bacherach"die schmähliche Lage seiner Frankfurter Glaubensgenossen ergreifenddargestellt, es liegt aber nicht das geringste Anzeichen vor, daß siedamals, als er selber in Frankfurt weilte, besondern Eindruck aufihn machte. Als unbekannter Fremdling hatte er persönlich wenigauszustehn, zumal da sein Helles Äußere, seine blauen Augen undsein blondes Haar ihn nicht als Juden kenntlich machten. Erst inreiferen Jahren, als seine Züge schärfer wurden, trat der Rassen-typus hervor. So kostete er das Frankfurter Leben aus, wie esscheint, im Bunde mit einer gesellschaftlich nicht sehr hochstehendenGefährtin, bis die knappen Geldmittel zu Ende gingen. Dann mußteer wohl oder übel nach Hause zurückkehren. Die Monate in Frank-furt waren völlig verloren. Sie haben Heine weder in seinerkaufmännischen noch menschlichen Ausbildung gefördert, vor allemhaben sie ihm keine Klarheit über sich selber gebracht. Er hatteBörne, der als Rezensent des Frankfurter Theaters eine geachteteund gefürchtete Stellung einnahm, gelegentlich flüchtig gesehen, aberohne ihm näherzutreten. Und doch hätte ihm dieser trotz seiner