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l. Kindheit und Erziehung
keine Beziehungen zu der Stadt, in der sie lebten. Sie bildete fürsie nur die jeweilige Stätte, wo sie mehr oder weniger von denChristen unbelästigt ihren Handel treiben und ihren fremden Kultusausüben durften. So ist es nicht erstaunlich, daß keiner von densechs Söhnen Heymann Heines in der Vaterstadt verblieb. DemAlten war es dort nicht geglückt, so zogen sie aus, um an anderenPlätzen das Glück zu suchen, d. h. um Geld zu verdienen. Derälteste, Isaak, wanderte nach Frankreich aus und siedelte sich inBordeaux an, zwei seiner Brüder, Salomon und Henry (Herz)Heine, ließen sich in Hamburg nieder, wo es der eine in erstaunlichkurzer Zeit zum vielfachen Millionär brachte, der andere als Börsen-makler zu gesichertem Wohlstand gelangte. Auch der vierte Sohn,Meyer Heine, der sich Schwerin zum Wohnsitz erwählte, wurde einvermögender Mann. Am wenigsten Erfolg hatte Samson Heineaufzuweisen, der Vater des Dichters, der als zweiter Sohn HeymannHeines am 19. August 1764 geboren war. Auch er scheint sichzunächst in Hamburg oder Altona dem Handel gewidmet zu haben,dann taucht er als Proviantmeister bei der Armee des Herzogs vonCumberland, des nachmaligen Königs Ernst August von Hannover,auf und hat in dieser nichtmilitärischen Stellung den Feldzug gegendie Franzosen in Flandern und Brabant mitgemacht. Von dortkam er nach Düsseldorf, wo er sich mit Peire (Betty) van Geldernverheiratete. Er war damals völlig mittellos, so daß ihn der Rabbinernicht in die jüdische Gemeinde aufnehmen wollte, aus Sorge, derZugezogene könnte ihrer Armenkasse zur Last fallen. Erst seineenergische Frau setzte die Aufnahme durch, und ihrer überlegenenEinsicht hat es Samson Heine wohl auch zu danken, daß seinneubegründetes Tuch- und Kommissionsgeschäft in den nächstenJahren ausreichende Mittel zur Ernährung seiner sich rasch mehren-den Familie abwarf.
Der Dichter hat in seinen „Memoiren" ein Bild von seinemVater geliefert, das mehr dem eines Marquis des anoisn rssirnsals eines jüdischen Handelsmannes entspricht. Es ist ganz aus-geschlossen, daß er sich, wie Heine erzählt, auf seinem untergeordneten