Druckschrift 
[Hauptbd] (1904)
Entstehung
Seite
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Aus seiner Ehe mit Emma Rohde, Tochter des Professors Or. OttomarNvhde an der landwirtschaftlichen Akademie Eldena b, Greifswcstd sind 5 Kinder(4 Söhne und 1 Tochter) entsprossen:

1. Ottfried, geb. 2. 8. 1882, ch 16. 5. 1883 in Marburg;

2. Friedrich ( Fritz) Bernhard Hermann, geb. 8. 12. 1885 inMarburg*);

3. Conrad, geb. 26. 11. 1888 in Breslau, ch 5. 1. 1889;

4. Georg Max Waldemar, geb. 26. 2. 1890 in Breslau und

5. Hildegard Bertha Johanna Emma, geb. 7. 4. 1892 in Berlin.

Des Knpferschmiedemeisters Carl Friedrich Wilhelm Lenz in Kolberg

anderer Sohn:

24.

2. Carl Georg Albert Lenz,

Kaufherr in Stettin, geb. 6. 4. 1820, ch 29. 6. 1869,

machte in Stettin seine Lehrzeit durch und war dann einige Jahre in Frankreich,worauf er sich 1845 in Stettin als Kaufmann (Holzhändler) niederließ. Erstarb, erst 49 Jahre alt, am 29. Juni 1869.

Am 24. Nvvbr. 1854 hatte er sich mit Luise Mathilde Stephan»)(geb. 26. 7. 1836, ch 4. 10. 1876) vermählt, welche Ehe mit 7 Kindern l6 S.u. 1 T.) gesegnet morden.

Die Tochter Margarethe Luise, geb. 16. 9. 1855, war seit Oktober1873 beim Telegraphenamt in Stettin tätig, mußte aber ihren Beruf 1895 in-folge anhaltenden Lungenleidens aufgeben und in einen frühen Ruhestand ein-treten, den ihrer Tante Emilie Lenz liebende Sorgfalt ihr erleichtert.

In kindlicher Liebe und dankbarer Erinnerung schreibt sie über ihre Heim-gegangenen Eltern und Geschwister wie folgt:

„Unsere teure Mutter, früh verwaist, hat viel Liebe und Hilfe durch ihrenVormund, Kaufmann Kramer und dessen liebenswürdige Gattin, wie durchHerrn und Frau Stadtrat Hellwig gefunden. Sie machte ihr Lehrerinnen-Examen und verlobte sich dann mit 18 Jahren, geist- und lebensprühend, mitunserm Vater. Ich bin die Alteste von 7 Geschwistern, die einzige Tochter, undmußte früh helfen, „den Knaben zu wehren."

„Als unser herzensguter Vater nach langen, bangen Krankheitsjahrenheimging, war ich erst 13 Jahre alt; aber ich bin so dankbar, daß ich einelebendige Erinnerung an ihn behalten. Es war immer ein Fest, wenn derVater mit uns ausging, uns alles so liebevoll zeigte und erklärte und den Sinnfür Großes, Edles und Schönes in uns weckte. — In seinen letzten Lebens-jahren hatte die Mutter Pensionäre genommen, womit sie sich und ihren Kindernnach des Vaters Tode durchhalf. Sie hatte noch den Schmerz, ihren LieblingssohnHermann, den begabtesten und liebenswürdigsten von uns Kindern, mit 16 Jahrenan der Schwindsucht zu verlieren.

'0 Derselbe bestand als ?i-iruus omnium eines Berliner Gymnasiums im Frühjahr 1904das Abiturienten-Examen und ist zunächst nach Lausanne gegangen, um daselbst Staatsivissen-schaftcu zu studieren.