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Der älteste Sohn:
23.
1. Gustav Wilhelm Lenz,
Justizrat in Greifswald, geb. 7. 4. 1818, ff 15. 6. 1888,
studierte furo und war Rechtsanwalt (Justizrat, vr. für. lron. causa) inGreifswald. Er hatte sich in jungen Jahren durch juristische Werke einenNamen gemacht. Im Alter von 70 Jahren starb er am 15. Juni 1888.
Seine Gattin Johanna Adlich hatte ihn durch 4 Kinder (3 Tochterund 1 Sohn) erfreut; sie lebt als Witwe in Rolofshagen bei Grimmen.Die Namen der Tochter find:
a) Anna, ch 1882, vermählt mit dein Geh. Hofrat, Universitäts-Pro-fessvr vr. Erdmannsdörfer in Heidelberg (1 Sohn und 4 Töchter);d) Clara, verheiratet mit dem Forstmeister Rohnert in Altmarschen
(2 Söhne und 4 Töchter) undc) Ella, verehelicht mit Rittergutsbesitzer und Rittmeister ReimerQuitzin (10 Töchter).
Der einzige Sohn:
37.
Du. v. Mar Albert Wilhelm Lenz,Universitäts-Prosessor in Berlin, Historiker, geb. 13. 6. 1850,
studierte in Bonn, Greifswald und Berlin Geschichte. Den Krieg von 1870/71machte er im Pommerschen Jäger-Bat. Nr. 2 (Greifswalder Jäger) mit, lagvor Metz und Paris, wurde bei Champignp 2. 12. 1870 verwundet, imFebruar 1871 geheilt nachgeschickt und blieb in Frankreich noch bis in denSommer 1871.
Seine Promotion zum Doktor der Philosophie fiel auf den 5. März 1874in Greisswald. Im Jahre 1876 habilitierte er sich in Marburg als Privat-dozent für Geschichte, wurde 1881 außerordentlicher und 1885 ordentlicher Pro-fessor daselbst, 1888 in gleicher Eigenschaft nach Breslau und 1890 nach Berlinberufen. Die Leipziger theologische Fakultät verlieh ihm gelegentlich der Ein-weihung des neuen Universitätsgebäudes am 15. Juni 1897 die Doktorwürde.Seit 1896 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin.
Lenz veröffentlichte: „König Sigismund und Heinrich V. von England"(Berlin 1874), „Drei Traktate aus dem Schristenzyklus des Konstanzer Konzilsuntersucht" (Marburg 1876), „Die Schlacht bei Mühlberg" (Gotha 1879),„Briefwechsel Landgraf Philipps des Großmütigen von Hessen mit Bueer"(3 Teile, Leipzig 1880—91) in den „Publikationen aus den königl. preuß.Staatsarchiven", „Martin Luther" (Berlin 1883) und zahlreiche Abhandlungen.Selbständig erschienen seitdem: „Zur Kritik der Gedanken und Erinnerungendes Fürsten Bismarck (1897), „Die großen Mächte, ein Rückblick auf unserJahrhundert" (1900), „Geschichte Bismarcks" (1902).
Im Jahre 1902 wurde er zum Dekan der philosophischen Fakultät erwählt.