Vorwort.
H)ie Herkunft der Glafey läßt sich nicht genau nach-weisen. Daß die Familie aus Ungarn stamme, wie eine alteUeberliefernng angibt, ist sehr unwahrscheinlich. Zu dieserMeinung mag die Silbe „ey" am Schlüsse des Namens Ver-anlassung gegeben haben.
In alten Zeiten wurden die Familien-Genossen Glessen-Hayn, Glaffe, Glase, Klaffheim, Glaffheim, Glaffeim, Glavney,Glaffein, Glafein w. geschrieben, bis sich kurz nach 1700überall die einheitliche Schreibweise „Glafey" einführt.
Diese einheitliche, fast gleichzeitige Regelung der Schreib-weise des Namens, gegenüber den bis dahin üblichen, in demStammbaum-Texte jedesmal festgestellten, dürfte auf damalsnoch bestehende verwandtschaftliche Beziehungen sämmtlicherGlafey unter sich zurückzuführen zu sein, welch' erstere späterso sehr verloren gingen, daß man bereits zu Ende des vorigenJahrhunderts nicht einmal mehr wußte, von woher derälteste Reichenbacher Glafey gekommen war! Die erste Kennt-niß von dem Bestehen einer Familie Glafey zu Hirschbergi. Schl. verdanke ich dem Antiquitätenhändler Herrn Geuderdahier, welcher mir die Bildnisse von Benjamin Glafey undseiner Frau Anna Maria, geb. Kluge, vor einigen Jahrenüberließ.
Urkundlich kommt der Name zuerst in einem zu Glogauam 24. Oktober 1510 ausgestellten Kaufbriefe*) für denHammermeister j.Hammerwerksbesitzer) Martin Gleffenhayn zuNendeck b. Polkwitz im Glogauer Fürstenthume vor.
*) Abgedruckt in Beilage I.