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ist kein Zweifel, daß die Entzündung eben so gut erfolgen wird,wenn das Schlagrö hrchen bloß mir gewohnlichem Anfenernngs-zengc ausgestopft wird. Man erspart dadurch die Mehrkosten fürdie Anfertigung des gekörnten 1' Pulvers, welche allezeit hohersteigen, als der Betrag des Branntweins zu dem Anfeuernngs-zenge. Wiederholte Versuche müssen jedoch entscheiden, ob beidieser Beschaffenheit die Schlage ohrchen eben so gut und raschzünden, als wenn das Chlorinpnlver gekörnt und feines Kornpnl-ver trocken darauf geschlagen wird.
Die fertigen Schlagröhren werden nuten vermittelst einesKitts aus 1 Theil Master in 6 Thcilen Alkohol aufgelöst, und2 Theile Hausenblase in 10 Theilen Alkohol, mit welchemTheil Gummi-Ammoniak durch Reiben vereinigt worden, mitrunden Papierblattchen belegt, die man durch ein Locheisen aus-gehanen hat, und nach dem Erharten des heiß angewandtenKitts mit einem Lackfirniß von^D 1 Loth Benzoe und San-darak, bei gelinder Warme in 0 Loth Alkohol gelöst, überzo-gen , um den Satz gleichsam hermetisch zu verschließen und gegenallen Einfluß der Feuchtigkeit zu sichern.
Eine andere Art von Perknssi'onsschlagröhrchen sind nutenmit feinem Kornpnlver ausgeschlagen, auf welchem eine etwa2"" hohe Lage von Chlorinpnlver, auf dieser aber ein eisernerStift sitzt, der den innern Raum des Rvhrchens ausfüllt, und'/- Lin. über den Pechüberzug im Näpfchen emporragt, so daßer mit einem Hammer leicht getroffen werden kann, und denSchlag desselben dem Knallpulvcr mittheilt, wodurch die Ent-zündung desselben und der Geschützladnng bei einem deßhalb an-gestellten Versuch jedesmal erfolgte. Die Figur des 2 Pfd. schwe-ren Hammers ist die gewöhnliche Fig. 51- L. Tab. XXXI. Eineplatte hölzerne Keule, 4 — 5 Zoll breit auf der Schlagseite miteiner Stahlplatte belegt, anstatt des Hammers angewendet, ent-sprach der Absicht nicht, weil die geringste Wendung der Keulein der Hand einen Fehlschlag verursachte. Zu Vermeidungdieses Uebelstandes hat man bei der hannoverischen Artilleriedie schon oben erwähnten Versuche mit Kanonenschlössern und1§28 bei den Herbstmanouvers mit 24 Geschützen einen Ver-such gemacht, wo von 8000 Schüssen nur 240 oder 3 Proc. ver-sagt haben sollen; allein was auch schon Ronvrop in Hinsichtdes Gebrauches der Kanoncnschlösser bei der Landartillcrie über-haupt bemerkt hat, Metsch sagt am a. O.: ,,Ich bekenne mich„offen als einen Widersacher aller Schlösser für Feldgeschütz,„so wie aller an das Rehr desselben fest angeschlossenen und sehr„zusammengesetzten Vorrichtungen, ihr Zweck mag seyip, welcher„er wolle."
„Ein Schloß kann nur vermittelst Schrauben oder Nieten„befestigt werde»; mittelst Schrauben, wenn man es in das Ge-
Hoycr, Geschütz-Wörterbuch. Supplementbaub. ^'7