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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
416
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516 Per

5 Schuß mit zweilöthigen Kartatschen in 50 Sekunden gescha-hen. Daß die Nasse keinen Einfluß aus das Knallpulverhat und seiner Jündkraft keinen Eintrag thnt, darf wohl kaumerwähnt werden, da sie schon ans den Eigenschaften des Chlor-kalks von selbst hervorgeht. 10 Schlagröhren, die 12 Minu-ten laug in Wasser gelegen hatten, zeigten durchaus keine nach-theilige Veränderung bei ihrem Gebrauch; eben so wenig wurdensie durch das Fahren in einem Protzkasten oder durch den Trans-port zu Pferde, bei dem sie lose in einer Schlagrbhreutasche la-gen, beschädigt oder verhindert, die gehörige Wirkung zu leisten.

Nur Eine Unbequemlichkeit hat sich bei der Anwendung derPerkussionsschlagrohren gezeigt: daß durch die ziemlichstarken Hammerschläge bei 50 bis 60 Schuß das gewöhnliche,wenn auch mit Kupfer eingeschraubte, Zündloch des Geschützesum 0,02 — 0,03" verengt wird. Vielleicht findet späterhin dieseVerengung des Zündloches nicht mehr statt, wenn das Kupferdes Zündlochstollens nach und nach hart geschlagen ist; manwürde außerdem genöthigt sepn, nach des v. Mersch Vorschlageeine stählerne Zündlochstolle ^ Fig. 43. 44. einzusetzen, der sogehärtet ist, daß starke Hammerschläge keinen Eindruck auf ihnmachen können. Er steht mit seinem ober» achteckigen Kopfe L'/, Zoll heraus, damit er vermittelst seines passenden Schrauben-schlüssels leicht herausgeschraubt und durch einen neuen ersetzt wer-den kann; an seinem untern Theile aber sind scharfe Schrauben-gewinde a eingeschnitten, um ihn im Rohre festzuhalten. Daßer bei seiner Anwendung durchaus fehlerfrei und ohne Risse sepnmuß, versteht sich von selbst. Fig. 44. zeigt ihn von oben.

Die Schlagröhrchen K Fig. 45. unterscheiden sich vonden gewöhnlichen nur durch eine aufgeldthete Platte m, welchedie Oberfläche völlig wasserdicht verschließt und den darauf ge-führten Schlag des Hammers der explodirenden Masse x mit-theilt. Diese letztere soll nach v. M. aus 50 Chlorin-Kali,

6 Schwefel,

5 Kohle

bestehen, die zusammengemischt und durch ein feineö Sieb in derGröße des Jagdpulvers gekörnt werden. Es scheint jedoch, daßman letzteres wohl unterlassen und das Knallpräparat bloß alsMchlpulver zu einem steifen Brei machen, und den Kopf deSSchl agröhrchens damit füllen kann. Auf gleiche Weise läßtsich — ohne Nachtheil der Wirkung — die Gefahr bei dem Aus-schlagen des Röhrchens mit feinem Korupulver umgehen, wennman letzteres mit Branntwein zu einem steifen Teige macht, undnun ohne besondere Kraft in den untern Theil des Röhrchens pstopft. Ja, da bei den Versuchen der letztere durch die heftigeExplosion des Chlorkalks jedesmal bis in die Patrone gestoßenund von dieser aus der Mündung des Rohres geworfen ward,

ist