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sehr langsam herauflaufen und sich häufig verstopfen; zugleichwird dabei viel Staub erzeugt, der das ganze Magazin anfüllt,und wenn dieses finster ist, wegen der nothwendigen Beleuchtungmit Laternen höchst gefahrlich werden kann. 4) Das vorräthigePulver laßt sich nur durch Ausmessen des über dem Pulver ent-standenen leeren Raumes berechnen, wozu der Kasten oben ge-öffnet werden muß, und wobei das Pulver in unterirdischen Ma-gazinen leicht Feuchtigkeit anziehen kann. 1800 ward dieser Vor-schlag durch eine Kommission von Artillerie- und Ingenieur-Offi-zieren geprüft, und auf einen Versuch angetragen, der aber nichtzu Stande kam, weil die Artilleristen und Ingenieure sich nichtüber die Ausführung vereinigen konnten.
Magnesium ist von den neuern Chemikern die metalli-sche Basis der Talkerde (Magnesia) genannt worden, zum Un-terschiede von dem Mangan oder Vraunsteinerz. Davyhat durch Glühen der Talkerde (s. Erden im ersten Theile)in einer Platinröhre, durch die er Dünste von Kalium streichenließ, und in die er nachher eine kleine Menge Quecksilber brachte,sin Amalgama erhalten, welches durch Destilliren mit Ausschlußder atmosphärischen Lust, das Metalloid als ein dunkelgraucsHäutchcn erzeugte. Dieses färbte während der Destillation desQuecksilbers das Glas da schwarz, wo es dasselbe berührte; starkerhitzt, brannte es mit einem rothen Lichte und ward in ein wei-ßes Pulver verwandelt, das Talkerde war. Im Wasser sank dasMagnesium mit langsamem Aufbrausen, das durch Hinzu-schütten von ein wenig Salzsaure sehr heftig ward.
Magnet (4imsnt) heißt diejenige Klasse von Eisensteinen,welche die Eigenthümlichkcit hat, das- Eisen an sich zu ziehen,sobald es ihm nahe gebracht wird, und diese Eigenschaft auch dendamit gestrichenen Eisenstäben mitzuthcileu. Am stärksten zeigtdiese Erscheinung sich an zwei einander entgegengesetzten Stellendes Magnctsteins, welche gewöhnlich die Pole desselben ge-nannt werden. Diese anziehende (magnetische) Kraft kannnicht, wie die elektrische, durch Jsoliruug eingeschränkt werden,sie äußert sich durch andere, das Eisen von dem Magnete tren-nende Körper — Papier, Wasser, Feuerflammen — hindurch.Weiches oder Schmiede-Eisen nimmt die anziehende Kraft des Mag»neten leichrund schnell an, und theilt sie andern, ähnlichen Ei-senstäben mit, welche es berührt; alle verlieren sie jedoch eben soschnell wieder, wenn der Magnet von ihnen entfernt ist. Wirdaber das Eisen mit Sauerstoff, Kohlenstoff, Schwefel oder Phos-phor verbunden (in Stahl verwandelt), so nimmt es zwar diemagnetische Kraft langsamer an, hält sie aber dann länger fest,und sie erlangt unter gewissen, »och nicht bestimmten, Verhält-nissen der Bestandthcile das Maximum ihrer Stärke , ohne doch die