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anziehende Kraft des Magneren selbst zu schwachen, von demsie die ihre bekommen hat. Merkwürdiger noch als diese anzie-hende Eigenschaft ist die einer mit den beiden Polen des Mag-neten an ihren entgegengesetzten Enden bestrichenen stählernen Na-del: „in Enropa an einem ungedrehten Seidenfaden aufgehangen„oder ans leichtem Holz oder Kork auf dem Wasser schwimmend,„immer eine und dieselbe fest bestimmte Richtung von Süd-Süd-„Ost nach Nord'-Nord-West anzunehmen." Diese Richtung dermagnetischen Nadel ändert sich jedoch an andern Stellen der Erde,denn eS sind Punkte vorhanden, wo die Magnetnadel, ohne alleAbweichung (Deolinmlon), in gerader Pinie von Norden nachSüden liegt. Eine solche Linie ohne Abweichung findet sichim atlantischen Meere, zwischen der alten und neuen Welt, wosie unter 65° südlicher Breite den Meridian von Paris durchschnei-det, von da aber nordwestlich bis zu 35° der Länge steigt, längsder Küsten von Brasilien gerade gegen Norden hingeht, in denBreite von Cayenne aber sich wieder nordwestlich nach Nordamerikawendet, dessen Festland sie in derselben Richtung durchschneidet.Eine andere Linie ohne Abweichung schneidet die Spitze vonNeuholland im Südmeer, trifft am Cap Comorin das festeLand von Asien und geht durch Persien und Siberien nach Lapp-land. Die größten Abweichungen von der geraden nordli-chen Richtung, die fast bis auf 90° stiegen, fanden sich bei denenglischen Entdeckungsreisen in der Nähe des Nordpols, wo dieMagnetnadel völlig gegen Westen gekehrt war. Weniger groß,nur von 43° 45" hat man sie auf der südlichen Halbkugel, unter60° 40" südlicher Breite und 93° 45" westlicher Länge von Parisgefunden. Abgesehen hicvon, hat die Eigenschaft einer Magnet-nadel, sich stets von Süden nach Norden zu drehen, die Erfindungdes Kompasses herbeigeführt, mit dessen Hülfe der Reisendeunwirthbare Wälder und Wüsten durchwandert, der Seefahrerunbekannte Meere durchschifft, und der Feldmesser ganze Terrain-strecken zum Militärgebrauch leicht und schnell in Grund legt.Von so großem und allgemeinem Nutzen aber auch die Erfindungder Lougsole (oder des Kompasses) ist, kennt man dochweder die Zeit »och den Namen des Erfinders. SidoniusApollinaris soll schon der Richtung des Magneten nach Nordenerwähnen (zwischen 450 und 480); wie es auch späterhin (1181oder 1250) in dem Homau cl<z 1a Voso geschieht.
Eisen und Stahl sind aber nicht die einzigen Metalle,welche magnetische Kräfte anzunehmen fähig sind; auch bei demNickel und Kobalt, chemisch auf das sorgfältigste gereinigt,und Nadeln daraus verfertigt, findet sich eine starke Neigung,der magnetischen Richtung zu folgen. Mehr ist jedoch von dereigentlichen Beschaffenheit der magnetischen Materie bis jetztnicht bekannt, obgleich eine große Aehnlichkeit mit dem elektri-