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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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den von diesen Pulverarten in die beiden Abtheilungen des Maga-zins ; 9 Tage darauf wogen sie

1) In: Magazin ^ das Pulver 8, 22s Grammes; folglichhatte es 14 Procent Feuchtigkeit eingesogen.

2) Im Magazin vi das Pulver 8, 200 Grammes; sein Ge-wicht war daher unverändert geblieben.

3) In demselben Magazine N, das Pulver I1198,3, es hattefolglich noch mehr als die eingesogene Feuchtigkeit verloren.Nach den in Paris angestellten Untersuchungen war dießauf Kosten des durch die Feuchtigkeit aufgelösten Salpetersgeschehen, denn das auf 18 Proc. angefeuchtete Pulverhatte nach dem Trocknen 4 Proc. Salpeter verloren unddennoch eine Wurfweite von 750", wie das neuverfertigte.

4) Als man zwei Proben von Nro. 1 in das Magazin vi legte,und nach 0 Tagen herausnahm, wogen sie nur 196 Gram-men, und hatten mit dem Probemörser folgende Wurfweiten:

1) 60 Fuß)

2) 777 ( Hieraus folgt, daß durch

3) 789( das Austrocknen das Pulver

4) 792' porös und weniger dicht ge-worden denn sein Volumen bleibt unverändert mehr Starkebekommt. Ferner daß es wegen seiner hygrometrischen Eigenschaftin feuchten Magazinen mehr oder weniger schnell verdirbt undunbrauchbar wird, sobald es 14 Proc. Feuchtigkeit aufgenommenhat. Dieses Einsaugen von 14 bis 18 Proc. Feuchtigkeit kannaber der Kohle allein nicht zugeschrieben werden, weil diese nur0,13 des Pulvers betragt und nur ihres Gewichtes Feuchtig-keit aufnimmt. Der Salpeter ist es demnach, welcher hier nachVerhältniß seiner Zerfließbarkeit wirkt und die Feuchtigkeit ausder Luft einsaugt.

Obgleich der Nutzen des frischgebrannten Kalkes, in denfeuchten Pulvermagazinen auf die vorerwähnte Weise angewen-det, außer allem Zweifel ist, haben doch einige ChemikerWilliam Henry, Wurzer, und auf ihre Autorität hin auchder Bataillonschef Oudry von der französischen Artilleriedieses Mittel für gefahrvoll gehalten, weil dir bei dem Ablöschendes Kalkes erzeugte Hitze im Stande ist, Schießpulver zu ent-zünden. Dieß ist jedoch nur bei dem Anspritzen des Kalkes mitWasser wahr; durch die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit hin-gegen zerfällt der Kalk nur nach und nach, ohne sich angenblick-lich zu löschen; daher auch von keiner Entzündung die Rede seynkann. Uebrigens scheint es nach mehreren Beobachtungen, daßein gutes Pulvermagazin eine luftdicht verschlossene Thür, undkeine Zuglöcher haben müsse, damit stets eine vollkommene Fin-sterniß ohne Zugluft herrscht. Bei den in der Erde liegenden Ma-gazinen ist es nützlich, die Umfangömauer von der Erdbeschüt-