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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
351
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Lat Led

in den Artilleriebüchern geworden, und auch in den früherenTheilen des gegenwärtigen Wörterbuchs enthalten: Verände-rung des Chargirlagcrs in das Marschlager und umgekehrt; Art.Bedienung im ersten und dritten Tbeile. Das Umwerfen derGeschütze und Wiederaufrichten derselben; das Anlegen einesSchleifbaumes, s. Lafette; Marsch; Nothachse; Reth-deich se l.

Laternen sind entweder ganz von Blech, mit hindurch-gehaueuen Löchern, um dem Lichte eine Ausgang zu geben;oder anstatt des Glases mit schwachen Tafeln von weißem Hornversehen. Ihre Höhe ist 12 Zoll, und ihre Weite — wenn sierund sind — 5 bis 6 Zoll; oder 4 bis 5 Zoll, wenn sie viereckigsind. Auf dem Marsch befinden sie sich, bis man ihrer nöthighat, in den Laterueukdrbcn der Artilleriewagen.

Laufer sOAl-uAeoro), f. Abreibebret.

Lauge sUessivs), eine durch das Aufgießen einer Flüssig-keit auf einen leicht auflöslichen Körper erhaltene Auflösung, dienach dem aufgelösten Körper auch verschiedentlich benannt wird.Z. B. diejenige, welche man nach dem Sieden durch Auslaugender Salpetercrde bekommt, heißt Salpcterlauge, oder auchMutterlauge. Sie enthält Salpeter und Kochsalz, soviel sich in niederer Temperatur davon auflöst, die nachher durchSieden und Anschießen wieder abgeschieden werden.

Laugensalze ist der, in der neuem Chemie nicht mehrübliche Name der Alkalien.

Leder ist der bekannte Name der durch die Tayrung inKalkwasser und hierauf durch stark zusammenziehende Materienbereiteten Thierhaute, die im gemeinen Leben zu mancherlei Be-stimmungen angewendet werden. Abgesehen von dem Gebrauchezur Fußbekleidung wird es zu Patrontaschen, Bandoulieren, Sä-belscheiden und Gehenken und zu dem Geschirr der Artilleriepferdeangewendet. Nach seiner Bereitung wird es in weißgahres.lohgahres und sämischgahres Lcder unterschieden. Dasletztere findet bei der Artillerie keine Anwendung; es wird bloßmit Fett, durch wiederholtes Zusammendrehen und Reiben, gahrgemacht, nachdem die Haare abgeschabt worden.

Das weißgahre Leder dient bloß zu Halfter n, Wasser-trensen und zum Füttern des Riemenzeuges. Es wird mit Alaunund Salz gahr gemacht, hat eine glatte und weiße Oberfläche unddarf auf der inner» Seite keine Fasern haben, die sich abreißenlassen. Es zieht die Feuchtigkeit sehr an, und da gewöhnlich nurKalb- und Schafledcr dazu genommen wird, hat es geringereHaltbarkeit, als das lohgahre Leder, das vorzüglich aus Rind-und Kalböhautcn besteht, und zu allen Arbeiten des Sattlersund Riemers dient. Zu seiner Bereitung wird besonders Lobe