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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
352
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Led

(zerstoßene Eichen- und Birkenrinde) angewendet, nachdem durchEinweichen in Kalkwasser die Haare losgebeizt und abgeschabtworden; daher sein Name. ES unterscheidet sich in folgendeGattungen:

1) Das Pfund- oder Sohlenleder, wird bisweilen zuVerfertigung der Z kindlich terbüchscn und Ln nte»verber-ge r, oder auch der Degenscheiden ohne Span angewendet, undbesteht aus den stärkste» und besten Rindshäuten.

2) Das Blankleder, ebenfalls aus starken RindShäutcu,hat eine glatte Narbenseite und dient zu Zäumen, Sattelbauschcn,Siele», Blättern u. dgl. Das braune ist dem schwarzen vorzu-ziehen, weil man bei ihm die Fehler der Bereitung leichter entde-cken kann. ES wird daher auch theurer bezahlt.

3) Das Fahllcd er, aus den schwächer» Rindshänten, istgenarbt, ohne glatte Oberfläche, wird zu leichterein Ricmenzeugebestimmt. Mit mehr Fett bereitet und dcßhalb geschmeidiger isteine Abart desselben: daS Krausleder.

4) Der Juchten oder Jufcen, russisches, ohne Fett be-reitetes RindSleder, das eine geringere Dauer hat, als die deut-schen Arten, und deßhalb bei den Artillerien nur wenig gebrauchtwird.

3) Das Kalbleder mit einer schwarzen oder braunen Nar-benseitc, ist fest und dauerhaft, obgleich weicher und biegsamerals das Rindleder. Bei dem Geschirr werden nur die schlechter»Arten desselben angewendet.

k) Das Roßleder (xesnäo Llmvul) ist wegen seiner Sprd-digkeit, so sehr verschiedenen Starke und geringen Haltbarkeit nurvon wenig Werth; daher es bloß bei Kummten gebraucht wer-den kann.

7) Das wilde Schweinsleder findet seine Anwendunghauptsachlich lohgahr, zu den Sitzen der Sättel, mit den Haa-ren aber bisweilen zu den Decken der Lafcttenkasten und Protzkasteu.

8) Das Schafleder muß eine gleichförmige hellbrauneFarbe und keine leicht abgehenden Fasern haben, die von seinerschlechten Beschaffenheit zeugen. Es ist wegen seiner Schwächeund wenigen Dauer nur zu leichten, unbedeutenden Arbeiten brauch-bar. Ungegerbt und mit den Haaren werden die Schaffelle inDeutschland zu Satteldecken der Trainsoldaten genommen, wozuim hbhern Norden Bärenfelle dienen.

Nothwendige Eigenschaften alles Leders sind: Biegsamkeitdes stärkern, ohne zu brechen; Dehnbarkeit des schwächern; esmuß dabei auf der inwendigen (Aas-) Seite rein und ohne Fleisch-fasern seyn und keinen schwarzen Streif auf dem Schnitte haben.

Lederfeile sLrckkle), ein bekanntes Werkzeug von Holz,mit einem aufgeleimten Streif Leder, um Eisen und Messing zu

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