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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
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Kna

Oberflache gezeigt hat, fallt ein gelblich-weißes Pulver zu Vöde»,das auf dem Filtrum gesammelt, rein gewaschen und mir großerVorficht bei geringer Warme im Schatten getrocknet wird, dennschon einige Hitze (von 186° Fahr.) oder etwas starke Reibung istim Stande, die heftigste Erplosiou hervorzubringen. Man hatsich in England nnd Frankreich dieses Knallpulvers zu den Per-kussionSzündungen bedient, nachdem Howards Versuche: das-selbe überhaupt anstatt des Schießpulvers zu dem Feuergcwchr an-zuwenden, mißglückten selbst bei sehr schwachen Ladungen durchZerspringen der Rohre (Berzelius Chemie 2ter Thl. S. 37'7der deutschen Uebcrsctzuug). DaS Knallguecksilber enthaltnach den chemischen Untersuchungen

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Man hat nämlich eine besondere Kn al lsä urc angenommen,die jedoch bis jetzt nicht hat für sich allein dargestellt werden kön-nen, und die vielmehr sich bei näheren Untersuchungen ganz wiedie Blausaure verhielt, d. h. eine Verbindung von 2 Kohlenstoffmit 2 Wasser - und 1 Stickstoff ist, welcher letztere in allen Verbin-dungen mit Metallorydcn am stärksten detonier. Um nun dasKnallguecksilber zu Zündkorncrn oder zu Füllung der Zünd-hütchen anzuwenden, wozu Bergnand dasselbe als zweckmäßigund vortheilhaft empfiehlt, werden davon 6 Grammen oder 1,65Quent Kölner mit 0,1 destillirtcm Wasser angefeuchtet auf einemAbreibebrcc mit 0,55 Quent gleichfalls angefeuchtetem Mchlpli!-vcr, durch leichtes Umcreinandcrrcibcu in drei Abrhcilungen ver-mischt, bis Alles von gleichförmiger Farbe und in einen steifenTeig verwandelt ist, zu welchem Ende man in dem Wasser 0,01arabisch Gummi aufgelöst hat. Aus diesem Teige werden 200runde Jündkörner gemacht, die entweder mit einem dünnen Firnißüberzogen werden, oder eine Hülle von stark aufgetragenem kaltenWachs bekommen, worauf man sie in feinem Schwefelstaubherumwälzt, um das Zusammenkleben zu verhindern. Man fülltauch wohl die, aus schwachem Kupferblech verfertigten Zünd-hütchen mit dem Teige, wie man unren sehen wird. Man be-gnügt sich arich wohl, das Quccksilbcrpulvcr mit Bcnzoetinkturzu einem dünnen Brei zu machen, und in die Zündhütchen zu tro-pfen. Drei Ursachen stehen jedoch der Anwendung dieses Knall-pulvers für den Kricgsgebrauch entgegen: 1) die sich bei seinerVerpuffung, neben dem kohlensaure» Gas und dem Stickstoff, ent-wickelnden Quecksilberdämpfe, die schon auf der Jagd bei cntge-genwehcndcm Winde die Augen des Schützen auf eine nachthciligcArt angreifen, wie viel mehr bei einer lebhaften und anhaltendenKanonade/ wo der Eine oder der Andere der BedieimngSmann-