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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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Flitttettschaft, wird bei den Oestcrreichcrn von Buchen-holz, bei den Ruhen aber von Birken - oder Roth-Tannen verfer-tigt. Der Oberst Eotti sagt: daß die verschiedenen Holzartenzu den Schäften der Fcuergewchre in Hinsicht ihrer Güte folgen-dergestalt auf einander folgen: Buche, Birke, Kasianicnbaum,Esche, wilder Kirschbaum. Das Holz muß drei Jahre in einemtrockenen Magazine liegen, und dann 6 Monat oder ein Jahraus dem Groben bearbeitet und aufgestapelt, mit Zetteln, welchedas Jahr des Abhanens anzeigen. Ein nußbaumcncr, 12 Fußlanger Stamm von 5^ im Umfange gibt 5 Bohlen von 2 Zoll2 Lin. Starke, aus denen man 30 Schafte verfertigt, wobei man0 Proz. Abgang rechnet.

Die Entfernung vom Ende der Kolbe bis an die Vertiefungfür den Lauf ist 16/, Zoll, damit das Feuer von der Pfanne demSchützen nicht in daö Gesicht schlagt. Die Dünnung derKolbe muß gehörig gekrümmt sepn, damit diese bequem bei demZielen nnd Abfeuern des Gewehrs an die rechte Schulter gestemmtwerden kann, wodurch der Rückstoß des Gewehrs verringert wird.Man pflegte zwar ehemals den Schaft in der Dünnung sehr ge-rade zu machen, um das Gewehr fast senkrecht auf der Schultertragen zu können; allein, man hat diese, dem genauen Zieleganz entgegengesetzte Art neuerdings verlassen, daher auch bei ei-nigen Armeen die Jnfantcricgewchre an der Kolbe mit einem An-schlag oder Backen versehen sind.

Flitttenschloß hat in der nenern Zeit verschiedene Abän-derungen erlitten, um es in seinen Theilcn zu verbessern und fürseinen Gebrauch zweckmäßiger einzurichten. Mehrere dieser Ver-besserungen sind jedoch nicht für daö Soldatengcwehr branchbar,und daher entweder gar nicht, oder doch bloß bei Jagdflinten ein-geführt worden. Das Flintcnschloß der hannövcrischcn Armeehat überhaupt nur drei Schrauben: die Nußschranbe, eine Stn-dclschraubc und die Pfannendeckclschranbc. Anstatt der Stangcn-fcdcrschranbc, der Stangen- und Stndclschraube im Schloßblattfeststehende Stifte, damit mm die Stange nnd der Deckel nichtvon lctztern herabgehcn, stehen die Stifte um zwei Linien über denDeckel hervor, nnd der obere hat nach Unten einen Einschnitt, sowie der untere nach Oben. Eine Sperrplatte, die hakenförmigdiesen Stift umgreift, wird in die' Einschnitte geschoben nndZoll von dem Nnßzapfcn mit einer kleinen Schraube auf den De-ckel befestigt. Diese Stangcufedcr hat anstatt des gewöhnlichenSchranbcnlochcs einen Haken, womit sie sich von Unten gegenden breiten Kopf ihres Stiftes stützt nnd so von diesem festgehal-ten wird. Die Deck'clfeder ist ans dieselbe Weise durch einen un-beweglichen Stift befestigt, dessen Kopf sie mit einem Hakenumfaßt; und der Pfanndcckel sitzt auf einem, von Innen durchdas Schloßblatt, den Pfaunendeckel und Pfanncnarm herauSge-