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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
182
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182 Fli

Iii Tülle ve» 55; dahingegen

in Mulzig — 109.

— Charleville — 123.

— Manbcngc — 138.

— Lüttich — 197.

— Versailles — 200.

Das Rohr wird von 3 zn 3 Zoll geschweißt, erst von derMitte bis an die Mündung; dann ans der andern Seite nachdem Pnlversack. Wenn daS Rohr fertig ist, untersucht der Nohr-schmicd dasselbe genau, ob es die gehörige Stärke hat? Wennnicht, wird ein schwaches Eiscnstück inwendig eingelegt und durchSchweißen mit dem Rohre vereinigt; äußere Schiefer werden miteinem kleinen Meißel geöffnet, ein Span von Eisen dazwischengeschoben und ans dieselbe Art angeschweißt. Das Rohr kommtnun wieder ins Feuer, und wird von 2 zu 2 Zoll weißglühendgeheizt, indem man 8 Zoll von der Mündung anfängt und bis andas Hintere Ende fortfährt, dann aber das Rohr umdreht, umauch den vordem Theil anszuheizen. In St. Eticnnc geschiehtdieses Uebcrschmieden ohne Dorn, dadurch wird das Rohr in-wendig enger, und man muß 30 Bohrer, anstatt 22, anwenden,nm den richtigen Kaliber zn bekommen. Man verbraucht aufdiese Weise mehr Eisen, aber der Lauf ist geschickter, gut gerich-tet zu werden.

DaS französische Jnfanteriegcwehr, bei dem das trichterförmigeZündloch noch nicht eingeführt war, hat seit 1810 ebenfalls einsolches erhalten; weil die Nützlichkeit der Ladung, ohne des Anf-schnttens zn bedürfen, für denSoldatcn bis zur Evidenz erwiesen ist.

In Holland ist seit 1815 das franzosische Gewehr ebenfallseingeführt worden; jedoch nm 1 bis 2 Zoll kürzer im Lauf, nachVerhältniß der Größe der Leute.

Für den Gebrauch in Blockhäusern, Caponieren oder krene-lirtcn Galerien der Festungen sollte man immer kürzere Gewehreoder eine Anzahl Reiter-Karabiner vorräkhig haben, weil dieseengen Räume den Gebrauch des gewöhnlichen, 5 Fuß langenJnfanteriegewchrcs nur mir Schwierigkeit erlauben, und besondersdie Labung hindern. Dennoch werden die meisten Gewölbe die-ser Art nur 4 Fuß im Lichten weit gemacht, weil Ingenieure undBaumeister dem Schlendrian folgen, ohne auf das zn denken,was wirklich nothwcndig ist und geschieht.

Bei den Engländern und Franzosen werden viele Flinten zndem Handel mit den Wilden in Südafrika und Amerika verfertigt,welche jedoch gewöhnlich leichte und schlechte Arbeit sind. Manhat daher den Gewehrfabrikantcn im Untcrhansc den Vorwurfgemacht, daß die zu jenem Zweck bestimmten Flinten beim zweitenoder dritten Schusse springen und deßhalb für den Käufer lebens-gefährlich sind.