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Eis
Die Große der Gichten, oder der Sätze von Kohlen undEisen, welche auf einmal aufgegeben werden, hangt von der mehroder weniger leichten Schmelzbarkeit des Eisensteines, von derBeschaffenheit der Kohlen und von der Grdße des OfenS ab, undzeigt daher bedeutende Anomalien. In Schweden und Norwegenwerden zwischen 50 und 102 Würfelfnß Kohlen eingesetzt; in Ruß-land 30 Würfelfnß; in Schlesien eben so viel; in Sachsen zwischen35 bis 50 Würfelfnß. Karsten bemerkt, daß zwar bei zu gro-ßen Kohlen gichten der Vortheil der starkern Hitze durch dieAbkühlung des obern Schachtes aufgewogen wird, weil nun aucheine längere Zeit nöthig ist, bis die größere Menge in Brandkommt; daß aber bei kleinen Gichten die Erzgichten nicht so gutvon ihnen getragen werden, daher auch die Schmelzung nichtallezeit gleichartig ausfallt, weil sich die Eisensteine hier leichtermit den Kohlen vermischen, auch der Wind leichter eine falscheRichtung bekommt. Man kann daher den Grundsatz aufstellen,daß es für jede Kohlenart und für jedes Erz eine bestimmteGroße der Gichten gibt, die nur durch die Erfahrung gefundenwerden kann.
Die Zeit, welche die Gichten nothig haben, um in dem Ho-henofen herunter zu kommen, ist eben so verschieden, als die Be-schaffenheit der Kohlen und die Große des Ofens. Sie hat we-sentlichen Einfluß auf die Beschaffenheit des Roheisens; denn jelanger das Erz mit der Kohle in Berührung bleibt, um so mehrwird das Metall rcduzirt und um so besser wird das Roheisen.Mit leichten tannencn Kohlen werden in einem 20 Fuß hobenOfen 3'/- Stunden erfordert; in Schweden, bei 23 Fuß Höhedes Ofens, mit kienenc» Kohlen bedarf die Gicht 21 Stundenzu ihrem Niedergehen; in den 40 bis 60 Fuß hohen englischenOese» mit Coaks sind 70 bis 120 Stunden dazu nöthig. Ueberden Aufwand von Kohlen gibt Hasscnfratz an, daß auf 100Pfd. Roheisen in der Mitrelzahl verbraucht werden:
In Ungarn ..... 430 Thcile
— Sibericn ..... 206 —
— Böhmen . - V - - - 188 —
— Sachse» ..... 169 —
— Hessen 168 —
— Elsaß ...... 156 —
— Frankreich, in Steyermark und in Karnthen 150 —
— Schweden 127 —
Abgeschwefelte Steinkohlen sollen 243 bis 300 Thcile auf100 Pfo. Roheisen verbraucht werden; nach den von Karsten(Handbuch der Eisenhüttenkunde) mitgetheilten Erfahrungen aberwurden in Gleiwitz in Oberschlesi'en zu 100 Berliner Ctnr. Roh-eisen erfordert: