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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
120
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theil zu lange auf dem Feuer, verschwindet das Wasser gänz-lich. Wenn die Klinge völlig kirschrot!) glühet, wird sie in ei-nem hölzernen Trog, 4 l'is 5 Zoll breit und rief, mit einer flüs-sigen Mischung aus gleichen Thcilen Scsam-Ocl, Hammel-Talg,weißem Wachs und persischer Naphtha (Berg-Ocl) angefüllt, ein-getaucht und bleibt einige Minuten zum Abkühlen in demselben.Sie wird hierauf wieder auf die glühenden Kohlen (die von Tan-nenholz und frisch, nicht abgelöscht seyn müssen) gelegt, um dasdaran klebende Fett anzuzünden; wenn dieses nicht mehr raucht,laßt man sie wieder kalt werde», und schabt die noch anhan-gende Asche mir einem Messerrücken ab. Sollte die Klinge sichetwas gebogen haben, wird sie wieder gerichtet, alsdann anf ei-nem Schleifsteine abgeschliffen, und auf einem Bret vermittelsteines Stückes Holz mit feinem Schmirgel und Oel derb abgerie-ben, zuletzt aber mit einem Stück Eisen polirt, bis es völligglänzend ist. Dieses Poliren dauerte ungefähr 5.bis <5 Stun-den; worauf der Arbeiter durch Kalk alle Fettigkeit vollends hin-wegbringt, und sich in Acht nimmt, die Klinge nicht mit denHänden zu berühren, weil sie zu Erlangung eines schönen Was-sers ((kiobai) durchaus frei von aller Fettigkeit seyn muß, zuwelchem Zweck sie noch mit Wasser und Tabaksasche abgerie-ben wird.

In einem bleiernen Becher (Porzellan oder Glas wären auchbranchbar, nur kein anderes Metall) löst jetzt der Arbeiter einwenig Sagh (nach Hrn. Jacquins Untersuchung schwefelsauresEisen oder Eisen-Vitriol) in Wasser anf, und bestreicht vermit-telst seiner Fingerspitzen die Klinge mit dieser Lösung so schnell,so stark und so gleichförmig als möglich, indem er sie zugleichalle ck oder 8 Minuten in eurem dabei stehenden Wassergcfaßrein wäscht. Nach acht- oder zehnmaligem Bestreichen, d. h.wenn der täiobav nicht mehr deutlicher wird, wischt man dieKlinge trocken, und ölt sie ein, im Fall die Arbeit im Wintergeschieht, weil die Auflösung des schwefelsauren Eisens die Kältehinweggenommen hat.

Die verschiedenen Arten der Damaszener Klingen heißen,nach ihrem inner» Werth geordnet: 1) Umimm! l^.Wun; 7) La-bori Ilavs lZlmvasan z >'Z) Labuii lXvivis z g) Dislii Dal,an;5) Derbob Dalian; h) Klit 3taml,ool; 7) Kslü 8bam; 8) La-z'ss Lk>ova5an z 9) 8ari Dincli; 49) Ikoum Ilinäi. Man hatauch Säbelklingen, wo die Art Stahl, welche den (Zlobsv zeigt,bloß als ein Ueberzug aufgelegt ist, wie oben gesagt worden;diese Art ist jedoch schlechter und bei genauer Untersuchung desRückens leicht zu erkennen.

Dampf-Gewehre, eine neuere Erfindung des neun-z ehnten Jahrhunderts, zu der wahrscheinlich die Windbüchscndie erste Veranlassung gegeben haben. Wir haben oben gesehen