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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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Dam 119

Das Beschläge ist wie bei dem französischen Geschütz; soauch die Richtschranbe. Die Haubitzen und dreipfündigen Ka-nonen aber werden vermittelst eines gezahnten Rades mit einerKurbel und einer Schraube ohne Ende gerichtet, die in eine amVodenstück befindliche gezahnte Stange eingreift.

Damaszener Klingen zeichnen sich durch ihre außer-ordentliche Harte und Festigkeit ans, daß man einen, schon ei-nigermaßen starken Nagel in der Wand abhauen kann, ohne daßeine Spur davon auf der Schneide zu sehen ist; sie sind zugleichdurch ihre ins Blaue spielende Farbe und durch das, dem ge-wasserten Mohn ahnliche Anssehn kenntlich, das dem indischenStahl eigen ist, der in gegossenen Stücken unter dem NamenSonloäe-Irinä ans dem obern Dekan nach Damaskus gebrachtwird. Die Klingenschmiede legen abwechselnd harten und wei-chen Gußstahl über einander, und streuen dazwischen gepulvertesEisen mit Borar, und schmieden den Stab so lang ans, daß erum '/z langer wird, als die Klinge Lange bekommen soll. DerStab wird hierauf doppelt über einander gebogen, und mehrereMale geheizt und durchschmiedet, bis sie das wasserähnliche An-sehn bekommt, das durch Essig und eine Auflösung von schwe-felsaurem Eisen zum Vorschein kommt. Die Säbelklinge selbstwird ans zwei solchen Stahlstäben verfertigt, und eine schmalePlatte gutes Eisen gegen den Rücken hin zwischen sie eingelegt.Die Schmiede machen wohl auch die Schneide ans Wooz (Guß-stahl), den Rücken auS Eisen und die beiden Seitenflachen ansDamaszener-Stahl; oder sie machen die Klinge aus ei-ner Stahlplatte, an die sie zu beiden Seiten Eisenplatten legen,um bei der ersteren mehr Zähigkeit und Festigkeit hervorzubringen.

Bei dem Härten wird die Klinge mit einem Teig ans glei-chen Theilen Barille oder Soda, Pulver von Eierschalen, Vo-rar und Kochsalz überzogen, bis zum mäßigen Rothglühen ge-heizt, und wenn diese ins Schwarze übergehen will, in kaltemBrunnenwasser abgelöscht. (Siehe oben im 2ten Theile, 2tenAbschn. S. 175.)

Wenn die Damaszener Klinge ihr Wasser (Oiobsr) verlo-ren hat, geben die asiatischen Schwcrtfeger dasselbe ihnen fvl-gendcrgestalt wieder: Vor Sonnenaufgang — um daS gleichför-mige Rothglühen der Klinge besser bcnrtheilen zu kdnnen, von demdas Gelingen der ganzen Operation abhängt — wird die Klingeflach auf ein gut angeblasenes Feuer von auf der Erde zwischenSteinen ausgebreiteten, völlig glühenden Holzkohlen gelegt, undmit schwarzen Kohlen bedeckt, diese aber mit einem türki-schen Federfächer ebenfalls zur Glnth gebracht, bis der Ar-beiter nrtheilt, daß die Klinge genugsam durchheizt sey. Istdieß nicht der Fall, behält die Klinge eine gelbliche Farbe unddas Wasser erscheint nicht vollkommen, bleibt sie im Gegen-