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wohl aber von kohlensaurem Ammonium und von atzenden Al-kalien aufgelöst wird, und sich schwer schmelzen laßt.
Beschädigung der Geschütze entsteht durch die feind-lichen Projektilen oder durch das eigene Feuer; oder endlich bloßan der Lafette durch den Transport bei üblem Wege. Die Beschä-digungen durch feindliche Kugeln oder Granaten sind nur seltenvon der Beschaffenheit, daß sie das Geschütz völlig unbrauchbarmachen, obgleich sie es für den Augenblick demontiren können, in-dem sie die Lafette zertrümmern. Ist nämlich ein Pfaundeckel,eine Achse oder ein Rad zerschossen, kann anch das Geschütz nichteher wieder feuern, bis die beschädigten Theile durch neue ersetztsind. Das Rohr selbst aber ist nur dann unbrauchbar, wenn einSchildzapfen losgeschossen wird, oder wenn eine Kugel das Rohrdergestalt von der Seite trifft, daß die Seele einwärts gebogenwird und die Ladung nicht mehr hinunter gebracht werden kann.Alle von Vorn kommenden Schüsse hingegen reißen bloß ein StückMetall heraus, wodurch die fernere Brauchbarkeit des Geschützesgewöhnlich nicht beeinträchtigt wird. Nachtheiliger wird jedoch öf-ters dem Rohre das eigene Feuer, wenn es aus Gründen heftigund anhaltend ist. Bedient man sich dabei zu kleiner Kugeln, sowerden diese von dem oberwärtS entweichenden Pulvergas untengegen die Seele angedrückt, und bilde» sich — vorzüglich bei wei-chem Metall — ein ovales Lager (bsttemsnt), das nach undnach immer tiefer wird und die Kugel oberwärts treibt, daß sieabwechselnd bald oben bald unten anschlägt. Dadurch entstehenneue Gruben, oder das Rohr wird nach und nach selbst bis zurTiefe eines Zolles aus gefurcht; oder es bekommt an der Mün-dung Sprünge, die sich einwärts erweitern und verlängern, ohnejedoch den Gebrauch des Geschützes zu hindern. Wiederholt sichdas Anschlagen der Kugeln an der Mündung, erweitert es diese,macht sie äußerlich aufspringen und gibt ihr öfters eine länglich-runde Form.
Durch das häufige Kartätschen - oder Traubenschießen wirdvon den eisernen Spiegeln derselben ebenfalls die Seele inwendigder Länge nach aufgerissen, daß sich bisweilen Erhöhungen bilden,welche die Ladung in das Rohr zu bringen hindern und da-durch das Geschütz unbrauchbar machen. Ein gleiches erfolgtauch, wenn man ans grellem Eisen gegossene Kugeln anwendet,die bei dem Schießen öfter im Rohre zerspringen. Diese Beschä-digungen finden jedoch fast nur allein bei den metallenen Kanonenstatt, weil das härtere Gußeisen mehr Widerstand leistet als dasStückgut, wie auch die Erfahrung bei den von den Engländernin Spanien unternommenen Belagerungen gelehrt hat.
Gewöhnlicher — obgleich auch bei dem eisernen Geschütz we-niger als bei dem metallenen — ist das Ausbrennen derZündlöcher bei heftigem Feuer und bei Anwendung der Perkus-Hoxer Beschütz - Wörterbuch. Supxlementbanb. 4