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1,2 (1806)
Seite
329
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Gußpsalm heißt, stellt uns einen reuigen Sün-der vor, den das Gefühl seiner Abweichungen,womit er sich bey Gott verschuldet hatte, sehrniederdrückte. Indessen lehrte ihn auch Gottdurch den Geist, wie er sich aus seinem Kummerwieder erholen sollte. Und daher ermuntert erauch andere, wie Paulus 2 Kor. 1, 4., als erden Trost Gottes fühlte, zum Vertrauen auf des-sen Gnade, die so unendlich war. Und am Endeschließt er mit der Versicherung, daß Gott seinVolk Israel, das sich (wie er) durch Ungehorsamso tief verschuldet, endlich aus allen seinenSünden erlösen, und ihm ewige Gnade er-theilen würde. Gerade so, wie sich die Weissa-gung Micha Kap. 7, ig. am Schlüsse ausdrückt.Und hiebcy fiel mir der fromme Bunian ein, dereben so in seiner Lcbensgcschichte von sich erzählt:„Oft, wenn ich nach einigen Verirrungcn diegöttliche Züchtigung erwartete, so erfolgte dafüreine besondere Offenbarung seiner Gnade." Di smerke man, denn es ist aus Ezech. ?6, 22. ganzerklärbar. — Als ich nun diesen wichtigen Psalmeinst in der Stille im Grundtept erwog, und be-sonders dessen Anfang V. 1 - z. Aus der Tiefe(den Tiefen) rufe ich, 0 Iehova! zu dir, Herr!höre meine Stimme, laß deitie Ohren merken«uf mein Klaggeschrey, da ward es mir sehr

glaub-