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ftrn einen Gedanken dieses Psalms zu äussern,wann er ausrief: Der Herr hat meine Feinde vormir von einander gerissen wie die Wasserreisscn. 2 Sam. 5, 20. Aber er ähnelt ihm dochmir, und was ich oben von der muthgebenden-usage Gottes bemerkte, ließ sicher nicht zu,daß David in jenem Umstände so ängstlich thäte.
Uebrigens erinnere ich mich noch jetzt vergnügt,daß mir in den von uns erlebten Angsttagcn —>wicwol es da nicht auf Leben und Tod ging — auchdieser Psalm vorzüglich zur Ermunterung war.Aber man schmückt den Trost der Bibel nur dann,wenn uns Gott Zuversicht und Vertrauen ausGnaden schenkt. Ps. ic>z, iz.
Der 125 Psalm ist wieder ohne des DichtersNamen, und ich weiß nicht, ob er vor oder indem Exil gemacht sey. Doch ist mir erst er es glaub-lich, weil der Dichter nach V. l. 2. Jerusalem vorAugen hatte. Dieser Psalm zeigt bey seiner Kürzeeinen wahren Heldenglauben, und ein unerschüt-terliches Vertrauen auf Gott. Er versichert tröst-lich, daß der Gottlosen Scepter nicht imme r überdem Haustein der Gerechten herrschen solle. Unddas darum, damit nicht zuletzt die Gerechten demungerechten Wesen die Hände biethen, und so dieMoralität von der Erde wegschwinde. Er bittetinbrünstig um Gnade und Segen für die Guten
T 2 und