Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
313
Einzelbild herunterladen
 

"?un zur Sache. Ich für mich finde in diesenLiedern und ihrer Stellung eine schöne Auffolge.In dem ersten oder dem 120 Psalm ist der Redendenoch in der Ferne unter Fremden und Barbaren,bcy denen er im Drucke lebt. Er klagt dem Herrnsein Elend, wünscht steh von ihm die Aushülfe,und daß er endlich wieder in sein Vaterland kom-men , und da ruhig unter seinem Volk wohnenkönne. Dis war gewiß auch der sehnliche Wunschderer, die sich in Babel befanden, als der Herrihnen endlich durch Eyrus die Thür zum Ausgangöffnete. Dieser Psalm mag damals in der Ge-fangenschaft gemacht seyn, aber nothwendig ist eseben nicht. Ein vormaliger Gefangener in Kedar— dessen Einwohner wol einst die Juden überfal-len und geplagt haben, vergl. Ies. 214 16. 17. —>könnte ihn auch gemacht haben, so daß er beydessen Familie und bcy dem Volk geblieben wäre.

Der 121 Psalm ist ein Ermunterungs - undTrostlied deren, die wirklich auf die Reise nachihrem Vaterland gingen, und nun alle Hülfe undSchulz von ihrem Gott erwarteten, was ihnen vonMenschen nicht werden konnte, vergl. Ier. z, 2z.Kap. 17, ig. Daher sagt es V. 1. Ich hebe mei-ne Augen auf zu jenen Bergen , (die er vor Au-gen hatte, vergl. Ps. 42, 7.) und frage: Vonipannen kommt mir die Hülfe? V. 2. ist

die