Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
153
Einzelbild herunterladen
 

- "" !5Z

lcins, der köstlichen Seelen und redlichen Got-tesfreunde , die er sich als seine Heilige , alsVolk des Eigenthums abgesondert hat. Denn sol-che sind das Salz der Erden und die Säulen desLandes, die dasselbe tragen und stützen müßen.Ferne ist zwar von diesen Frommen alle Ruhmre-digkeit, sie gestchen gerne, daß sie vor Gott armeSünder sind, weil vor ihm kein Lebendiger gerechtist. Sie bitten deshalb aufrichtig: Herr, gehenicht ins GeVicht mit deinen Knechten, die dir aufZausend nicht Eins antworten können. Aber demuncrachtct dörfen sie sich doch vor Gott freymü-thig auf die Redlichkeit ihres Herzens berufen,welches er durch Gnade und durch den Glaubengereinigt hat. Wie das auch der König Hiskia inden Worten that: Gedenke, Herr! daß ich vordir treulich gewandelt habe und mit rechtschaffenemHerzen, und habe gethan, was dir wohlgefallt.2 Kön. 2v, z. Gewiß in solchen Nöthen , wennman nicht weiß, wo aus noch ein, und wenn manVorher in den Glückstagen treu bey seinem Gottgeblieben ist, dann gibt der Kindcrsinn, derAbbaVater sagt, unsFreymüthigkeit mitGottzu reden,lind wenn man dann bey solcher Gesinnung auchverkannt, zurückgestoßen, ja aufs ärgste mißhan-delt wird, so sagt man mit einem Paulus nur:Unser Trost ist der, daß wir ein gut Gewissen

haben,