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1,2 (1806)
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ncr, auch die redlichen Gottesfreunde seufzenmußten. Gewiß war es schicklicher, daß wir dasin Klaggedichten aus jener Zeit lasen, als daßwirs in der Geschichte erzählt fanden, die doch nurkurz seyn konnte, wenn der Zweck Gottes sollteerrichtet werden. Ist es ja einerlei), ob ich mireine Trauerperiode in einer Geschichte, oder ineiner dichterischen — wenn nur wahren, nicht über-triebenen — Schilderung auffinde. Gedichte zie-hen ohnehin mehr an als Geschichte, und könnenwegen des Metrums und der Kunst leichter behal-ten werden. Haben wir doch unter den Psalmenselbst so viele geschichtliche, z. E. den 78. und ic ?6.wie auch der 89. in seinem ersten Tbcil die nämlicheAnlage hat.

Wer also in unserm Psalm V. 10-15. mit derGeschichte 2 Lhron. 12, 2-4. 9. vergleicht, dermuß sagen, daß beides sehr wohl zusammen passe,und in der That die Schilderung die nämliche sey.Nur daß das Elend, wie gesagt, im Psalm wei-ter beschrieben und gleichsam ausgemalet worden.

Weil nun bey einer solchen Ueberwältigung desFeindes denen Redlichen das gemeine Elend vorandern zu Herzen geht und dicke sich aus ihremKummer im Gebcth — wenns auch in der verbor-gensten Kammer ist, worein sie sich verschliesscn —in die Höhe heben wollen, so sind sie vorzüglich

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