Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

ihn befallen würde, ist eben dasjenige, was erdem Volke überhaupt und den Sündern darindurch Moses (5 Mos. 28,21.22.) gedrohet hat.

Aus allem dem, was ich bishergesagt, ersiehtman nun klar und deutlich, daß es die gräulichsteLästerung und Lüge ist, die man ersonnen, die Weltzu täuschen, und Religion und Tugend zu zermal-men, wenn man in unsern Tagen behauptete,daß die Bibel unwahr rede, wenn sie Gott dieEinsetzung der Könige beylegc. Es bleibtdoch dabcy, was die Weisheit Spr. Sal. 8,1;.sagt: Durch mich regieren die Könige, und dieRathsher rcn setzen das Recht. Durch mich re-gieren die Fürsten und alle Regenten auf Er-den. Aber die Bibel, welche die wahre Freyheitund Gleichheit lehrt, gestattet durchaus keinemHerrscher die Despotie und Unterdrückung desVolkes. Der geringste Unterthan ist als Menschin den Augen Gottes eben so schätzbar als einKönig. Und ein König, der einen Menschen miß-handelt, schändet in ihm das Ebenbild Gottes,der dieMensch cn — nicht blos die Könige — zuseinem Bilde gemacht hat. 1 Mos. 9, 6. Wie sichalso Könige verhalten sollen, das schreibt er 5 Mos.17, 14-20. ganz bestimmt vor, welches noch gilt.Aber das Recht, oder besser die Weise des Kö-nigs, so 1 Sam. 8- 11-17. nach der Länge zur

War-