Hältnisse bemerken. Ich weiß ganz wohl, daß nichtjeder unberufene, sonst auch rechtliche Mann be-fugt sey durch Hinwendung an die Großen — esmöchte denn nur eine allgemeine Anrede seyn —deren Fehler öffentlich zu rügen. Ich weiß, daßselbst ein Hofpredigcr, dem es Pflicht ist, diöinsgeheim, doch ernstlich und aus Liebe zum See-lenheil seines Fürsten zu thun, das mit aller gött-lichen Weisheit vornehmen soll, damit er seinesZweckes nicht verfehle. Ich weiß aber danebenauch, daß einer, der für das Publikum schreibt,nicht davon schweigen muß, weil ein jeder, selbstdie Herrscher als Menschen verpflichtet sind, dieStimme der Vernunft und Wahrheit, die GottesStimme ist, zu hören. Denn wer aus der Wahr-heit ist, und sich für einen Christen ausgibt, sei)er König oder gemeiner Mann, der höret auch ihreStimme. Ioh. 18, Z7. Und selbst die Warnungeines Predigers in der Wüsten, wie Elias undund Johannes waren, darf es frei) sagen: Besserteuch, ihr Großen, damit ihr und eure Nachkom-men den Thron besitzet und künftig Völker glück-lich machet. Dis ist untadliche Publicität. Mansieht inzwischen aus dem, was ich gesagt habe,daß man hier gar nicht, wie einige meyntcn, nö-thig habe, eine Vcrtauschung der Namen Eliaund Elisa in unserer Stelle anzunehmen, denn
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