Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
220
Einzelbild herunterladen
 

220

Mör

MZrserwagm (Damion) ist nichts anders , als ein ge-wöhnlicher Sattelwagen, ans welchem auch die Marter!-'-KanonentranSportirt werden. Er bestehet aus 2 Tragebäumeu s braiwarcls)14 Fuß lang. 7 Zoll hoch, 6 Zoll breit, deren Eutf-rnung sich»ach dem Durchmesser des Mörsers und der Bre-re des Klecksrichtet. Sie ruhen auf den beiden Schemmel» (bwüotres) desHinter- und Vorderwageus, und sind zuweilen noch besonders vorndurch einen Riegel verbunden. Anfjrdcm Tragebaume ist über demVord.rwageu ein Sa:t«l ltaguet) eugcbraciw, 20 Zoll !ang,6Zollstark, mit ?u,ein Ausschnitt für den Schildzapfen des Mörsers, derdurch einen Pfan»endecke l (su«-l>aiche ) fest gehalten wird.Das Mundstück des Mörsers ruhet auf einem zweite» Schemmcl( iisair) über der Vorderachse, der 7 Zoll breit und 3 Zoll überden Tragebäumen hoch ist. Der Hinter-und Vordeiwageu sindauch »och durli den Langbaum oder o>e Langwiede (la ilsche)verbunden, der m't den beiden Armen durch die Hinterachse gehetund vorncn an dem Schlußnagel ( ohsvil!? ouvrieru ) hangt. Erist l2 Fuß laug, und 4? Zoll stark. Hinter dem Morser stehetder Block auf den Tragebaume!', wo er durch Z eiserne Krampen(ranckats) gehalt n . und mir starken Seilen a» die in jenen be-sinoÜÄeu Ringe befestig'r wird.

Wenn der Mörser auf diesen Wraeu geladen werden soll,geschiehet es am leichtesten und bequemst » mit Hülfe des Hebe-zeuges, wo man ihn von dem Schemmel in die Höhe zieht, undhierauf den Wagen unter das Hebezeug schiebt. um den Mörserauf die Sattel legen zu können. Der Wagen wird nun bei Seitegebracht, »m auch den Schemmcl eben so, wie vorher den Mör-ser, aufw udeu und an seinen Ort bringen zu können.

Eine andere Art Mörserwag en ist kürzer, und sowohl hintenals vorn mit einer horizontal auf den Tragebäumeu ruhendenWinde versehen , die durch ein Sperr-Rad zurück zu gehen gehin-dert wird. Vermittelst dieser beiden Wellen wird der auf seinemSchemmel stehende Mörser, nachdem der Wagen über denselbengefahren worden, aufgcwnnden, bis die Soble des Schcmmelsoder Blocks mit der uutcrn Flache der Tragebäume in gleicherHöhe ist, damit durch die, an leztercr befindlichen, Trageringe2 eiserne Stangen geschoben werden können , auf denen derMörserbeim Transport ruhet. Siehe Artik. Triquebale.

Molpbbän oder Wasserbley ( Nolvbäöne) ist ein sehrweiches Metall von bleigrauer Farbe, bei dem Ausschluß der Luftim Feuer unschmelzbar, das sehr wenig Zusammenhang befi.zt,und sich daher leicht zerreiben läßt. Sein spezifisches Gewicht be-trägt 4,138 bis 4,569 (oder nach Brisson: 6,000). Im heftigenFeuer, bei dem Zutritt der Luft, fängt es an zu rauchen, miteiner blauen Flamme zu brennen und , indem es fließt, sich zu ory-diren. Mit dem Eisen verbindet sich das Molybdän unter allen