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das bei dem Hecheln des Flachses abfällt, und das man vor sei-ner Anwendung klopft und schwingt, um eö vom Staube, so wievon den zurückgebliebenen Knoten zu reinigen. Nachdem mauhierauf das Werg durch eine grobe Hechel gezogen, wird es vondem Seiler auf die gewöhnliche Weise in Faden von der Stärkeeines kleinen Fingers gesponnen, jedoch nur wenig gedrehet.Die Faden wahrend dem Spinnen mit feinem und biegsamen Hanfzu überziehen, ist ei» nachtheiligcr Kunstgriff: die schlechte Be-schaffenheit des WergcS zu verbergen. Drei Faden mach n dieStärke der Lunte aus und halten lb bis 22 Linien im Umkreis. Siewerden nur^ bis höchstens ^ zusammengescilct, damit sie nicht zuhart werden, welches dem guten Fvrtbrenne» der Lunte entgegenist. Um ihr ein besseres Ansehen zu geben, wird sie zulezt nur fei-nem Hanf überzogen, indem man sie zugleich mit einem nassenLappen reibet, damit sie glatt und eben wird; dieser Ueberzugist jedoch unter allen Umständen der guten Beschaffenheit der Lnncenachtheilig: er beschleuniget ihr Verbrennen und laßt sie keinestarke und spitze Kohle bilden.
Die völlig fertige Lunte wird in einer Lauge von 50 Pfundbückiner oder eichner Asche und 25 bis zc> Pfund ungeloicktcirKalk, auf jede roo Pfund Lunte, gekocht. Die Asche und derKalk werden zusammen in Stroh- oder Binsenkörbe geschüttet undso lange mit siedendem Wasser Übergossen, bis ein frisches E» aufder Lauge schwimmt, zum Beweis : daß sie hinreichend mir denAlcalien gesättigec sei. In dieser Lange nun maß die Lunte übereinem gelinden Feuer 4 bis Z Stunden koche» ; man beschweret siedabei mit Steinen und gießt von Zeit zu Zeit frische Lauge zu, da-mit die Lunte stets davon bedeckt ist, die man nachher in dem Kes-sel erkalten laßt, ehe man sie zum Trocknen aufhangt. Simianv,vicz schlägt vor : die Lauge auö Z Theilen Büchner Asche, 1Theil Kalk, l Theil Salpeter und 2 Theilen Pferdemist zu machenum die Lunte 2 bis z Tage dariuen zu kochen. Andere lege» diefertige Lunte in Wasser. worinncn auf jede 100 Pfund Lunte 4Pfund Salpeter aufgelöst worden find. Noch andere bedecken dieLunte, wenn sie noch in der Lauge sich befindet, mit Kuhmist undWerg, und lassen sie 14 Tage gahren; rder sie legen die tuntenach dem Kochen in Gruben , wocinen sich ein Aufguß von Pfcrde»mist befindet. Die Lunte wird zulezt ausgespannt und jedes S tuckzwischen 2 Nachhaltern zusammen gedrehet um sie mit emem ^ tickhärnen Tuch oder mit Rindsleder abreiben zu können, w 'ckcSleztcre mit kleinen umgcnickcten Nageln belegt ist. Dadurch wer-den die äußern Flächen der Lunte abqekrazt und alle noch etwaanhangende Knoten und Stengel hinweg genommen. Nachdemendlich die Lunte völlig an der Sonne getrocknet ist, wird sie inStücke von 20 Klaftern zusammen geschlagen , die 8 bis yPfnndwieoen , und in Fasser gespündct, an einem trocknen Drte aufbe»wahret werden.