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2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
158
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Leg

Es scheint anS allen den hier angeführten Versuchen deutlichzu erhellen: daß man aus altem Metall nie ein brauchbaresStückgut für härtere Ladungen über 5 Pfund Pulver erhalt, welchesVerhältniß der Bestandtheile man auch durch das Anfrischen zuerhalten sucht; denn die Franzosischen Vier und Zwanzigpfünder, waren alle unbrauchbar, dieSechzehnpfüuder zeigten wenig Dauer,und bei den Hannoverischen lapfnndern hielt nur etwa» die Hälfteeine Ladung von z bis 6 Pfund Pulver ans. Diesem sehr wich-tigen Nachtheil läßt sich nur einigermaßen dadurch abhelfen : daßman d a s R 0 h r m o g l i ch s t v e r k ü r z e t; die Kugeln a nhölzerne Spiegel befestiget; die Ladung so schwachnimmt, nnd s 0 kleine Kaliber anwendet, alscsdieUmstände erlauben; nicht lebhafter feitcrt, als esdurchaus nothwendig ist; die zu stärkern Ladungenbestimmte n Mörser mit kegelf 0 r m igen Ka in m ern ver-sicher; und sich vielleicht grobkörnigen Pnlv ers b e-dicnet, wenn anders genaue Versuche die Ver-muthung bestätigen, daß dieses die Geschütze hin-ten im Pulver sack weniger angreift, als das feing e k d r n t e.

Ist das Verhältniß der Legirung fcstgesezt, muß man beiBeschickung des OfcuS immer 1 pro C.m^Zinn mehr nehmen,weil so viel gewöhnlich durch das Feuer Abgang entstehet. DieLegirung selbst geschiehet entweder in dem gewöhnlichen Gicßofenoder in einem andern kleinen Windofcn, in welchem ioo bis ivoPfund reines Garkupfer geschmolzen und in den Rumpf abgelassenwerden, wo, solmid das Kupfer eine Haut-bekommt, man daöin einer eisernen Kelle geschmolzene Zinn gleichförmig darüber gießtund gut unterrühret. Wird daö Metall in großern Massen lcgiret,bekommt man auch mehr Zinn-Abgang, das sich durch die stärkereHitze des Kupfers orydiret, und das Verhältniß der Bestandtheileerleidet eine, vielleicht sehr nachtheilige Veränderung; es ist daherohnstrcitig vortheilhafter, dieses in Spanien vorgeschriebene Ver-fahren zu beobachten , wo man sehr dauerhaftes Geschütz gießt,wie die oben angeführten Proben ( Artik. Dauer) mit zwei Vierund Zwauzigpfündern beweisen. Es werden daselbst in einem klei-nen Ofen — der gegen 160 Cent, enthält — g Theile gereinigtesund mir li pro E.m Zinn legirtes Garkupfcr, und 8 Theile Ge-rimsiücken und Abgänge der vorhergehenden Güsse, zusammen Ge-schmolzen. Diese Kupferscheiben werden in folgendem Verhältnißin den großen Gießofcn cingesezt

10 Theile derselben oder zu Vier u. 2Lpfündern 2og^ Ct. davon8 — abgeschnittene Verlohrne Kopfe. .... issgst, —

5 — Garkupfer aus Mexico......... iviPz —

8 — dcrgl. aus Lima ............. 6l^z —

züsamcn zZo Ct. cingesezt. Daö Metall von alten, unbrauchbar