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le„. Die leztere wächst mit den Ladungen und mit der Langeder Kanonen bis zu einem gewissen Punkte, wo andere Ursacheneintreten, welche sie wieder verringern; nemlich der mit der Ge-schwindigkeit wachsende Widerstand der Luft; (S. dies Wort)ein zn kleiner Raum, welchen die Kugel in einem kurzen Rohrezu durchlaufen hat; oder die unendlich vermehrte Reibung in ei-nem zu langen Rohre. Dieser Grundsatz ward in der lezteuBelagerung von Gibraltar hinreichend durch die Erfahrung be-stätiget. Weil man die Batterien wegen der besondern Beschaf-fenheit des Terrains über zvoo Schritt von der Festung legenund die Kanonen bis auf 10 Grad eleviren mußte, erhielt manbei den Bier - und Zwanzigpfündern mit r6 Pfund Pulver einebeträchtlich größere Schußweite, als mit y und 12 Pfund. Ebenso verhielt sichs mit den Fußmörsern bei 18 Pfund Pulver, alsihrer größten Ladung, und es ist kein Grund anzugeben, warum18 Ptnud Pulver sich nicht so gut in dem langern Rohre einervier und zwauzigpfündigen Kanone entzünden sollen, da sie in demungleich kürzern Mörser die gehörige Wirkung thun?
2) Werden zwei Kanonen von gleichem Kaliber,aber verschiedener Lange mit einerlei Ladung ab-gefeuert werden; theilet auch das längere seinemMobil! eine größere Geschind igkeit mit, als daskürzere. Obgleich die Entzündung des Pulvers sehr schnell,und nun in fast nnmerklich auf einander folgenden Momentengeschiehet (S. Entzündung und Geschwindigkeit); ist dochleicht einzusehen, daß die aus ihm entwickelte erpansible Flüssig-keit sich nicht eher völlig ausdehnen und ihre Federkraft verlie-ren kann, bis das Mobile das Rohr verlassen hat, weil dieWände der Seele ihre Ausbreitung verhindern, dieneben der Ku-gel blos durch den Spielraum und hinten durch das Zündlochgeschehen kann, während das Mobile von ihr vorwärts getrie-ben wird. Je länger aber dieses Gas verhindert wird, seitwärtszu gehen, um so stärker muß es vorwärts auf die Kugel wirkenund die Geschwindigkeit ihres Fluges vermehren. Erfahrungen,mit Flinten und Kanonen angestellt, haben dies hinreichend be-stätiget; obgleich allerdings der Unterschied der Geschwindigkeitbei schwachen Ladungen, und einer sehr großen Länge des Roh-res'so klein ist, daß er oft beinahe unmerklich ist, dem die ver-mehrte Geschwindigkeit der vier und zwauzigpfündigen Kugel be-trägt bei dem um einen Fuß verlängerten Rohre nur
Die auf die eine oder die andere Art vermehrte Geschwin-digkeit des Projectils bat jedoch ebenfalls ihre Grenzen. Um dieLadungen zn verstärken, würde man das Geschütz auch in ebender Maaße schwerer machen müßen, damit es der so sehr crbö-heten Pnlvcrkraft hinreichenden Widerstand thun konnte. Da-durch, so wie durch die außerordentlich vergrößerte Länge des