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2,1 (1808) K - O
Entstehung
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Kam 7

Kalks z» dem Schießpulver ist der große Einfluß, welchen dieatmosphärische Luft auf ilui äußert: daß er nach und nach seineganze Beschaffenheit verändert, indem er die Kohlensaure anzieht,und wieder in den Znstand deß kohlenstoffsauren oder nngcbrann»ten KalkeS zurücktritt. Man wird daher nie dieser Zusammen-setzung des Cchießpnlvers Beifall geben dürfen; obgleich nichtzu laugnen ist, daß wegen der größer» Menge entwickeltes Gasdie Detonation außerordentlich verstärkt wird; daher die Beimi-schung von gebräuntem Kalk zu dem schon fertigen Schießpnlverunter manche n Umständen, wenn lcztercs sogleich verbraucht wer-den soll, z. B. bei Minen, Petarden, zu dem Füllen der Bom-ben u. d. gl. allerdings den Vortheil einer starker« Kraft der La-dung verschaffen muß. Von der Anwendung des Kalks zu demReinigen des Salpeters wird au seinem Orte geredet werden.

Kammern (Elmmbrss) der Geschütze, unterscheiden sich ih-rer Form nacb: i) in gleich ausgehende oder cnlindrische, stx. g.Vao. XI V- R. E. 2) in solche, die vorn am Fluge weiter sind,als hinten, und daher eine kegelförmige Gestalt liaben, ti^. 5.;und endlich z) in die kugel- oder birnförmigen, die hinten gegenden Stoß des Geschützes weiter sind als vorn, um das ans demSchießpnlver entwickelte Gas zusammen zu drangen, daß es mitdesto größerer Gewalt auf eine kleinere Flache der Kugel oderBombe wirkt. Kg-, Z. B,. Im Allgemeinen sollen nach Müller(Dreatlüe ok TLrtiiler^) und Lombard (Vraite 6rr mouve-menr lliZL ptlsteatilvs) alle mit Kammern versehene Geschützegrößere Schuß- und Wurfweiten geben, als ohne dieselben. Jener "führet zum Beweis einen von dem Gen. Williamson zu Ma-bon 174b angestellten Versuch an, wo eine 224 Pfund schwereBombe mit Zg Pfund lo Unzen Pnlverladnng >6ytz Toisen, eine.andere 97 Pfund schwere Bombe aber mit 12 Pfund Pulver 5406Toisen getrieben ward. Obgleich die Ladung des leztern nur etwax Bombeuschwere betrug, war doch seine Wurfweite nur um rg8Toisen von der Schußweite des Achtzchnpfnnders verschieden.Diese betrachtliche Vermehrung der Pnlverkraft durch die Kam-mer könnte nur allein daher entstehen, daß hier ihre Richtungmehr ans. Einen Punkt des Projcctils sich vereiniget als bei demgleichans gebohrten Kanonenrohre, wo sie wirksam bleibet, bisdie Kugel das Rohr verlaßt, während bei der Kürze des Mör-sers und bei seinem größeren Spielraum die Wirkung des Pul-vers nur statt findet, ehe die Bombe sich merklich von ihrer Stellebewegt hat. Nobins und Morognes sehen zwar die gegeneine Halbkugel gerichtete Kraft des elastischen FlnidnmS an, alsob sie ans die ganze Grundslache-gsZ wirke; allein die Richtungender einzelnen Theile dieser Kraft sind keineswegs mit der Rich-tung LO parallel, nach welcher sich die Kugel beweget; folglichmuß auch ilvlhwendig die wirkende Kraft geringer seyn, als die