Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
253
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Hol 2ZZ

dann die Rinde — durch den unter ihr aufsteigenden Saft er-weicht — am leichtesten abschalen laßt.

Das darauf erftlgcude Niederschlagen der Baume selbst ge-schiehet am besten bei trockncr Witterung, doch nicht bei sehr hef-tigem Froste, wo das Holz spröder und zerbrechlicher ist, als zueiner andern Zeit, daß die Baume bei dem Niederfallen leicht be-schädiget und zu ihrer Bestimmung unbrauchbar gemacht werdenkönnen. Man muß übrigens dabei vorzüglich Acht haben, obdas Gewicht der Aeste nicht vielleicht den Baum nach Einer Seiteziehet? Ob nicht auf dieser Seite Bäume nahe genug stehen, diesein Niederfallen hindern, oder die von ihm zerschmettert werdenkönnten? Man muß sie in diesem Falle vorher niederschlagenlassen, wenn sie anders dazu bestimmt sind; oder man muß demBaume bei dem Niederfallen durch zweckmäßiges Anhauen undund durch an den Wipfel gebundene Seile eine Richtung nach derandern Seite zu geben suchen.

Baume, die nicht noch stehend geschält worden sind, dürfenuach dem Fallen die Rinde nicht zu lange behalten, wenn sie nichtsehr bald vom Wurme angefressen werden sollen. Wird jedochim Gegentheil das Holz sogleich beschlagen; ist es dem Aufreißenund Krummzichen sehr unterworfen. Es ist demnach am vor-theilhaftestcn, das zu Naben, Langbaumen, Deichseln :c. be-stimmte Holz rund, oder auch wohl in der Riude.zu lassen; d«rszu kleinern Stücken bestimmte aber sogleich nach seiner gehörigenGestalt zu bearbeiten, und an einem, gegen Nasse und Sonneverwahrten Orte, langsam trocknen zu lassen, wo es nicht soleicht aufreißt oder krumm wird. Die Felgen von Eichenholz er-fordern zu dem Austrocknen gegen 4 Jahr, die büchenen oderulmenen 2 bis z Jahr; die stärker» Speichen 2 bis z Jahr, dieschwächern aber nur 1 oder 2 Jahr. Die Laffetenwände werden —mit 2 Zoll hohen hölzernen Keilen zwischen sich — über einandergelegt, und müssen, die vierpfündigcn wenigstens 2 Jahr, dievier-und zwanzigpfündigen aber über z Jahr Zeit haben, ehe sievöllig trocken werde». Eben so lange Zeit erfordern auch dieAchsen, die Riegeln und andern Stücke von starken Dimensionen.Weil zugleich der Kern des eichenen Holzes dem Aufreißen sehrunterworfen ist, schneidet man in der Mitte eine 2 biö z Zoll starkeDiele aus dem Blockeheraus, und wendet hierauf die übrigenDielen zu den Laffetenwänden und Richtdiclen an.

Obgleich man durch eine Bedeckung mit Brctern den Nach-theilen einigermaßen abhelfen kann, welche aus dem Trocknendes Holzes in freier Luft entspringen; ist es doch allezeit vortheil-hafter, alle Holzgattungeu, besonders daö eichene Holz, unmit-telbar nachdem es gefallt und von seiner Rinde befreiet worden,einige Zeit in süsses Wasser zu werfe», und alsdann unter einemtrocknen und lustigen Schuppen aufzubewahren. Das Holz wird