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wendet, von denen wegen ihrer Menge auch mehrere treffen. Beiganz geringen Entfernungen von weniger als ago Schritt, gegenKavallerie, in einem Versteck n. d. gl. kann man sogar 2'Kar-tetschenbüchsen auf Eine Ladung setzen, nm dadurch plötzlich einedesto größere Wirkung zu erhalten. Sind die Kartctschenbüchsengleich an der Pulverladung fest, so ist es vortheilhaft, auf diesenFall immer zwei oder drei derselben ohne Pulvcrpatronc vorräthigzu haben.
Möglichste Schonung der Munition ist das erste und wichtigsteGesetz deö Artilleristen, um nicht im entscheidenden Augenblickdaran Mangel zu leiden. So lange man sich daher wegen derEntfernung des Feindes keine beträchtliche Wirkung versprechendarf, muß nur langsam gefeuert und möglichst genau gerichtetwerden. Lczteres geschiehet am sichersten durch die Offiziere selbst,oder doch durch Leute von geprüfter Geschicklichkcit und Kaltblü-tigkeit. Zugleich werden die Aufschlage der Kugeln durch einigedazu bestimmte Unteroffiziere beobachtet, und den Richtenden an-gezeiget, damit diese sich darnach corrigiren können. Das Feuerngeschiehet von einem Geschütz nach dem andern, nie aber lagcn-weise. Man erhält dadurch ein ununterbrochenes Feuer, daS denFeind nicht zu sich kommen läßt, und ist zugleich sicher, bei Zoder 4 Kanonen immer einen Schuß in Bereitschaft zu haben.
Eigentliche Kanonaden entscheiden nichts und haben keinenZweck. Man muß sie aus diesem Grunde zu vermeiden suchen,sobald sie nicht die Absicht haben, einen von dem Feinde mit Ge-schütz bcsezten oder wohl auch verschanzten Posten zu offnen, odervielleicht den Feind über den wahren Angriffspunkt zu tauschen,während ihm ein dazu besonders bestimmtes Dctaschement mitleichter Artillerie in die Flanke oder in den Nucken manonvriret.
Obgleich es in den meisten Fällen vortheilhafter ist, nicht aufdas feindliche Geschütz, sondern anf die Truppen zu feuern, umdiese in Unordnung zu bringen, und den disscitigen daS Einbre-chen zu erleichtern; muß man doch bei einem stehenden Gefechte,wo einige Zeit kein Theil näher kommt, die feindliche Artilleriezum Ziel seiner Schüsse wählen, und diese zum Schweigen zubringen suchen, besonders an denjenigen Stellen, wo man mitVortheil angreifen zu kbnnen glaubt; damit das feindliche Ge-schütz um so weniger die angreifenden Truppen beschießen und ih-ren Angriff unwirksam machen kann. Eben so, wenn man vonfeindlicher Infanterie angegriffen wird, feuert man anf die feind-liche Artillerie, damit sie abgehalten wird, ihr Feuer ganz gegendie disseitigen Truppen zn richten; hat sich aber die erstere bis anf420 oder 500 Schritt genähert, sucht man sie durch ein heftigesKartetschenfeucr zurück zu treiben . und man wird in den meistenFallen seine Absicht nicht verfehlen. Man richtet dabei etwa 100Schritt vor dem Feinde auf die Erde; so läuft man nicht Ge-fahr, über ihn hinweg zu schießen, wenn er im Avanciren bleibt.