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wehrschlößer, und zu Ladcstöcken angewandt, und nach Verhält-niß dieser Bestimmung mehreremale gegerbt wird.
Fehlschüsse haben ihren Grund entweder in der Beschaffen-heit des Geschützes selbst, oder in ausser» Dingen, welche ihrenEinfluß auf die Fluglinie des Projectils äußern. Ist die Seeledes Rohrs nicht konzentrisch gebohret, oder sehr ausgeschossen,so erhält die Kugel schon dadurch eine falsche Richtung. Das-selbe geschieht auch, wenn die Laffete nicht richtig stehet, dieRäder nicht einerlei Durchmesser haben, oder nicht vollkommenrund, oder auch mit alten und neuen Nageln beschlagen sinlftderen Köpfe eine verschiedene Höhe haben.
Zu den ausser» Ursachen der Fehlschüsse gehören alle Hin-derniß? des genauen Richtens: ein unebner Boden, heftige:Wind und Regen, Dampf, Staub und Furchtsamkeit und dar-aus entspringende Uebereilung des richtenden Artilleristen; nichtminder, Kugeln von zu kleinem Kaliber, oder deren Schwerpunktnicht im Mittelpunkte ihrer Große liegt. Sind nun diese Man-gel von der Beschaffenheit, daß die Abweichungen der Schüfstimmer auf Eine Seite fallen, darf man nur um so viel nachder entgegengesezten Seite richten, als jene betragen. Bei-schief stehenden Kanonen wachsen die Abweichungen im Verhält-niß der Elcvationswinkel, man wird sie daher abnehmen sehen,je mehr sich der Feind nähert, bis man endlich bei dem Richtenüber Metall eine genaue Schußlinie erhält.
Zu kleine Kugeln werden, — wrnn es anders Zeit undUmstände verstatten — in kalibermäßige Spiegel gesezt, und mitzwei - oder dreifacher Leinwand überzogen, um ihren Spielraumzu verringern. Dieses Mittel ist vorzüglich auch bei den Hau»bitzcn anwendbar, deren Grenaden allgemein zu viel Spielraumhaben und gewöhnlich ohne Spiegel geworfen werden, aber des-halb eben auch so unrichtig Schuß halten. Ein Spiegel von ^Kaliber Länge, der genau in das Lager und den Ansatz der Kam-mer paßt, würde diesem Mangel wenigstens zum Theil abhelfen,denn eine völlig genaue Schußlinie ist nur von einem längerenRohre und verringertem Spielraum zu erwarten.
Feld-Artillerie (LguipsAe cls Lampa^ne) begreift alles,was zu Ausrüstung des Geschützes im Felde gehöret, und wirdhauptsächlich durch zwei Dinge, die Starke der Armee, und dieBeschaffenheit des Kriegsschauplatzes bestimmt. Ein gebirgigesTerrain erschweret nothwendig den Transport des Geschützes undder Munition; man muß daher von ersterer eine geringere An-zahl mitführen und einen schwächeren Kaliber wählen, als ineinem flachen Lande, wo die Wege gut sind, und wo starkeBatterien von schwerem Kaliber oft beinahe den einzigen An-stützungspunkt eines Flügels ausmachen. Da nun aber diegegenseitigen Verhaltnisse der kriegführenden Mächte, die Staats-